Bundesregierung finanziert Verkaufstraining für Ärzte
30.07.2012 | 08:32 Uhr 2012-07-30T08:32:33+0200
Berlin. Ärzte in Deutschland lernen mit Hilfe der Bundesregierung, wie sie ihren Patienten nicht notwendige Gesundheitsleistungen verkaufen. Einen entsprechenden Medienbericht bestätigte das Bundeswirtschaftsministerium. Kritik aus der Opposition folgte prompt.
Die Bundesregierung fördert einem Pressebericht zufolge Marketingseminare, in denen Ärzte lernen, ihren Patienten sogenannte Igel-Angebote zu verkaufen. Die "individuellen Gesundheitsleistungen" (Igel) sind Behandlungen, die überwiegend als medizinisch nicht notwendig gelten und von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt werden.
Das Bundeswirtschaftsministerium räumte in einer Stellungnahme, die der "Berliner Zeitung" vorliegt, ein, dass solche Schulungen vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bezuschusst werden.
Viele Igel-Untersuchungen führen zu falschen Befunden
Die häufigsten Igel-Leistungen sind das Glaukom-Screening auf Grünen Star und der vaginale Ultraschall auf Eierstock- und Gebärmutterkrebs. Wissenschaftliche Studien, die einen Nutzen belegen, gebe es nicht, schreibt die Zeitung weiter. Im Gegenteil: Viele der Igel-Untersuchungen führten zu falschen Befunden und unnötigen Eingriffen.
Die Grünen-Gesundheitsexpertin Biggi Bender forderte, derartige Beratungen nicht mehr zu fördern. Solche Verkaufstrainings unterstützten eine tendenziöse "Aufklärung" der Patienten, sie zerstörten das Arzt-Patient-Verhältnis und richteten gesundheitlichen und finanziellen Schaden an. (dapd)
00:56
In den Bundesministerien sitzen ideologisch Befangene, die sich nichts denken.
19:13
Die Gesundheitsversorgung wird durch miserable Politik immer schlechter.
Zusätzlich werden dem Patienten, der ohnehin die Notwendigkeit der Leistungen nicht beurteilen kann, von den Ärzten noch überflüssige Untersuchungen und Behandlungen angeraten, weil sie zwischenzeitlich die Möglichkeit der Kassenbehandlung nahezu vergessen haben. Folglich wissen die Kassen nicht mehr wohin mit dem Geld.
18:05
Das muss man sich mal klarmachen:
"Anbieter von Verkausfsseminaren werben im Internet mit dem staatlichen Zuschuss von bis zu 3000 Euro pro Beratung. Bei den Seminaren lerne der Arzt „einfache und unaufdringliche Formulierungen“, um Patienten von einem Igel-Angebot zu überzeugen."
17:43
Ja, Steuergelder verpulvern bis der Arzt kommt...
17:12
Klar das unser Staat so was unsinniges finanziert...geht doch in die Taschen unserer armen Ärzte!
15:51
Es gibt im Web eine Seite mit Empfehlungen zu den IGEL-Leistungen,ob sinvoll ,ratsam oder auch nicht ( ich glaub v.d. Krankenkassen ) !
So bleibt es jedem selbst überlassen,ob er den Doc´s noch mehr Geld hinterher wirft.
Man darf halt nicht alles glauben was propagiert wird.
Wie war das noch mit diversen Scharlatanen ?
Fragen sie mal einen Arzt,ob er eine "Konifere" in seinem Fach ist.
Er wird dies genauso bestätigen wie der Metzger,dessen Wurst trotz aller Beteuerungen nicht schmeckt !
15:38
Reiche auf Kosten der Armen noch reicher zu machen, und die Geschröpften müssen ihren eigenen Metzger bezahlen. Wie tief kann diese zutiefst abartige Regierung noch sinken? Andererseits: Sie wurde von einer Mehrheit (wahrscheinlich alles Millionäre oder Ärzte), gewählt.
14:11
die ärzte leisten wirklich gute lobby arbeit bei der fdp. es werden ja nur die ärmsten unterstützt.
12:24
Die haben doch wirklich nur noch den ***** auf!
Überall wird nur noch das Geld der Steuerzahler verschenkt.
12:22
@unwitz | #12......
Der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Jörg-Dietrich Hoppe, hat seine Berufskollegen aufgefordert, ihren Patienten keine Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL)aufzudrängen. „Ich weiß um die Not einiger Kollegen bei den IGeL-Leistungen, weil es nicht immer so einfach ist, eine genaue Grenze zu ziehen zwischen dem, was medizinisch notwendig ist, und dem, was von den Patienten als Wunschleistung gefordert wird und auch noch ärztlich empfehlenswert ist“, sagte Hoppe bei der Eröffnungsfeier des 114. Deutschen Ärztetags am Dienstag im Kieler Schloss.
Quelle : Deutsches Ärzteblatt