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Beitragsschulden bei Krankenkassen um 55 Prozent erhöht

22.08.2012 | 11:45 Uhr
Beitragsschulden bei Krankenkassen um 55 Prozent erhöht
Allein bei der Barmer GEK summieren sich die Rückstände durch 52.000 Privatschuldner auf 227 Millionen Euro.Foto: ddp

Berlin.  Immer mehr Versicherte können ihren Beiträge nicht zahlen. Einem Zeitungsbericht zufolge stiegen die Außenstände der gesetzlichen Krankenkassen in nur einem Jahr um 55 Prozent. Jens Spahn von der CDU forderte daraufhin, Selbstständige mit geringem Einkommen bei den Krankenkassenbeiträgen zu entlasten.

Die Außenstände der gesetzlichen Krankenversicherung durch säumige Beitragszahler sind binnen eines Jahres um 55 Prozent gestiegen. Dies bestätigte der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung dem Berliner "Tagesspiegel" (Dienstagausgabe).

Danach erhöhte sich die Summe der nicht gezahlten Beiträge von 1,08 Milliarden im August 2011 auf 1,67 Milliarden Euro im Juni 2012.

Senkung des Mindestbeitragssatz für Selbstständige

Allein bei der Barmer GEK summieren sich die Rückstände durch 52.000 Privatschuldner auf 227 Millionen Euro. Hinzu kämen etwa 300 Millionen Euro, die Arbeitgeber für ihre Beschäftigten schuldig geblieben sind, sagte ein Kassensprecher. Der CDU-Politiker Jens Spahn forderte, Selbstständige mit geringem Einkommen bei den Krankenkassenbeiträgen zu entlasten.

Der Bundestagsabgeordnete verlangte eine Senkung des Mindestbeitragssatz für Selbstständige, der zur Zeit 293 Euro im Monat beträgt. Die Bemessung an einem fiktiven Monatseinkommen von 1969 Euro sei zu hoch angesetzt. (dapd)



Kommentare
22.08.2012
19:14
Beitragsschulden bei Krankenkassen um 55 Prozent erhöht
von Pucky2 | #4

na dank der Sozi-Idee, der Zwangs-Bürgerversicherung, damit jeder krankenversichert ist, sorgt man dafür, dass viele Menschen, die vor diesem Gesetz schuldenfrei waren, nun Schulden haben. Dann werden die Leistungen gesperrt, da diese "bösen Sozialschmarotzer" sich eine "Versicherung erschleichen" - und was ist das Ende dieser ach so glorreichen Sozi-Idee?
Die Menschen haben Schulden und nur eine Versicherung auf dem Papier... Die SPD kann schon toll regieren!

Übrigens als man die Konkursregelungen in die Insolvenzregelungen geändert hat, hat der Gesetzgeber bestimmt unbeabsichtigt vergessen, die Lohnforderungen, somit also auch die Sozialversicherungsbeiträge, aus den Masseschulden weiterhin herauszunehmen. Nach Insolvenzrecht mussten Lohnforderungen nämlich bevorzugt beglichen werden und somit hat die Solidargemeinschaft auch eher ihre Beiträge bekommen.

Aber jetzt jammern... Politiker sind so durchschaubar und armselig

22.08.2012
14:10
Vielleicht ...
von Partik | #3

sollten die in die freiwillige Krankenversicherung gedrückten Ehepartner von privat Versicherten (z.B. Beamte) auf mal die Zahlung einstellen. Bekommen die dann auch umgehend eine Ermäßigung der Beiträge?

Die Krankenkassen sollen endlich die außenstehenden Beiträge rigoros per Pfändung einsammeln, oder aber die säumigen Zahler müssen eben Insolvenz anmelden.

Bei nicht gezahlten Steuern geht das auch ruckzuck, da kennt niemand Pardon. Warumdagegen müssen wir braven Beitragszahler diese Massen an Zahlungsverweigerern durchschleppen, die auch noch Beitragsermäßigungen bekommen sollen?

Wer es nicht packt, mit seinem Gewerbe seinen Lebensunterhalt zu sichern, der muss eben das Gewerbe abmelden.

1 Antwort
Beitragsschulden bei Krankenkassen um 55 Prozent erhöht
von Poirot | #3-1

Die freiwillig versicherten Ehepartner von Privatversicherten sollen mal schön den Ball flach halten, die werden doch nur in die Freiwillige gedrückt, weil das Geld des Hauptverdieners für einen zweiten Privatversicherten nicht reicht. Da ist die Solidargemeinschaft das Auffangbecken für so manche Beamtenehefrau, bei der der Mann die große Kohle scheffelt, während man für die Ehefau billig wegkommen will.
Abgesehen davon können Krankenkassen nicht einfach vollstrecken, die müssen lokale Gerichtsvollzieher beauftragen, das kostet in Deutschland viel Geld. Monopolstellung hat da die AOK, bei denen ertrinken die hauseigenen Vollstrecker jedoch in Arbeit. Abgesehen davon waren doch alle Bundesbürger damals soooo froh, dass eine durchgeknallte Ministerin den Slogan "In Deutschland muss jeder versichert sein" durchgesetzt hat, seitdem haben sich alle eine schöne Versichertenkarte abgeholt und sich grundsanieren lassen, ohne einen Cent zu zahlen - super!

22.08.2012
13:59
Beitragsschulden bei Krankenkassen um 55 Prozent erhöht
von MichaP | #2

So redet nur einer der weit vom Bürger weg in einer anderen Welt lebt, war es nicht Herr Spahn mit den Hüften? Wann enlasten uns die Wähler von solchen Politikern?

22.08.2012
12:32
Beitragsschulden bei Krankenkassen um 55 Prozent erhöht
von meinemeinungdazu | #1

Und wer entlastet die Rentner mit niedriger Rente??? Spahn bleibt bei verlogenen Aussagen. Der Mann ist eine Zumutung.

1 Antwort
Beitragsschulden bei Krankenkassen um 55 Prozent erhöht
von Poirot | #1-1

Haha, und wer entlastet die Berufstätigen, die ständig mehr für Fahrkosten, Steuern, Pflegekosten, Rentenbeiträgen und ähnliches zahlen sollen? Was hat denn ein Rentner an Ausgaben? Und auch wenn die Rente mal gekürzt werden sollte, sie wird immerhin regelmäßig gezahlt, was man heute als Arbeitnehmer oft nicht mehr hat.

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