Beitragsschulden bei Krankenkassen um 55 Prozent erhöht

Allein bei der Barmer GEK summieren sich die Rückstände durch 52.000 Privatschuldner auf 227 Millionen Euro.
Allein bei der Barmer GEK summieren sich die Rückstände durch 52.000 Privatschuldner auf 227 Millionen Euro.
Foto: ddp
Was wir bereits wissen
Immer mehr Versicherte können ihren Beiträge nicht zahlen. Einem Zeitungsbericht zufolge stiegen die Außenstände der gesetzlichen Krankenkassen in nur einem Jahr um 55 Prozent. Jens Spahn von der CDU forderte daraufhin, Selbstständige mit geringem Einkommen bei den Krankenkassenbeiträgen zu entlasten.

Berlin.. Die Außenstände der gesetzlichen Krankenversicherung durch säumige Beitragszahler sind binnen eines Jahres um 55 Prozent gestiegen. Dies bestätigte der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung dem Berliner "Tagesspiegel" (Dienstagausgabe).

Danach erhöhte sich die Summe der nicht gezahlten Beiträge von 1,08 Milliarden im August 2011 auf 1,67 Milliarden Euro im Juni 2012.

Senkung des Mindestbeitragssatz für Selbstständige

Allein bei der Barmer GEK summieren sich die Rückstände durch 52.000 Privatschuldner auf 227 Millionen Euro. Hinzu kämen etwa 300 Millionen Euro, die Arbeitgeber für ihre Beschäftigten schuldig geblieben sind, sagte ein Kassensprecher. Der CDU-Politiker Jens Spahn forderte, Selbstständige mit geringem Einkommen bei den Krankenkassenbeiträgen zu entlasten.

Der Bundestagsabgeordnete verlangte eine Senkung des Mindestbeitragssatz für Selbstständige, der zur Zeit 293 Euro im Monat beträgt. Die Bemessung an einem fiktiven Monatseinkommen von 1969 Euro sei zu hoch angesetzt. (dapd)