Das aktuelle Wetter NRW 8°C
Reisekrankheiten

Bei Reisedurchfall nur in Ausnahmefällen Medikamente nehmen 

09.03.2013 | 08:45 Uhr
Bei Reisedurchfall nur in Ausnahmefällen Medikamente nehmen 
Medikamente sollten nur in Ausnahmefällen bei Reisedurchfall eingesetzt werden.

Berlin.  Reisedurchfall sollte nur in Ausnahmefällen mit Medikamenten gestoppt werden. Denn Durchfallmedikamente mit dem Wirkstoff Loperamid setzen die Darmtätigkeit herab. So bleiben die Keime länger im Körper. Durchfall während des Urlaubs gilt als häufigste Reisekrankheit.

Reisedurchfall sollten Urlauber nur in Ausnahmefällen mit Medikamenten stoppen. Das gelte etwa, wenn sie mit akuten Beschwerden eine längere Busfahrt vor sich haben. Darauf wies der Reisemediziner Prof. Martin Haditsch anlässlich des Forums Reisen und Gesundheit im Rahmen der Reisemesse ITB am Freitag in Berlin hin. Denn mit Durchfall wehrt sich der Körper gegen schädliche Keime, die auf diese Weise entsorgt werden.

Durchfallmedikamente mit dem Wirkstoff Loperamid setzen die Darmtätigkeit herab. Dadurch bleiben die Keime länger im Körper. Länger als einen Tag sollte solch eine Arznei daher nicht eingenommen werden.

Nach fünf Tagen am besten zum Arzt

Ein Fall für den Arzt ist Durchfall , wenn er länger als fünf Tage anhält. Auch wenn Blut oder Schleim im Stuhl zu sehen sind oder es zu Fieber, Erbrechen, Schmerzen oder Kreislaufstörungen kommt, sollten Urlauber unbedingt zum Arzt gehen.

Durchfall ist bei Touristen nach Angaben des Forumveranstalters Centrum für Reisemedizin die häufigste Reisekrankheit. Vor allem in Asien, Afrika, Mittel- und Südamerika sowie auf Kreuzfahrtschiffen ist die Ansteckungsgefahr groß. Meist gelangen die Erreger wie Kolibakterien, Noroviren oder Salmonellen durch verunreinigte Speisen oder Getränke in den Körper. (dpa)



Kommentare
09.03.2013
10:25
Bei Reisedurchfall nur in Ausnahmefällen Medikamente nehmen 
von buntspecht2 | #1

Wie soll man mit Durchfall zum Arzt gehen mit Windeln ich hatte mal nee Samonellen Vergiftung das war herrlich.

Aus dem Ressort
Im Herbst starten Pollenallergiker mit Hyposensibilisierung
Gesundheit
In den Herbst- und Wintermonaten können Pollenallergiker beschwerdefrei durchatmen. Doch sollten sie daran denken, dass ihnen im nächsten Frühjahr mit der Überreaktion des Körpers wieder eine große Belastung bevorsteht. Eine Therapie kann helfen.
Versicherer Generali will Fitnessdaten von Kunden sammeln
Gesundheit
Gesünder leben und bei der Krankenversicherung davon profitieren: Per Telemonitoring will Generali künftig Kundendaten über Fitness und Lebensstil erfassen. Verbraucherschützer sind alarmiert.
Datenschützer warnen vor Fitness-Apps von Versicherungen
Fitness-Apps
Gesünder leben und bei der Krankenversicherung davon profitieren: Per Telemonitoring will Generali künftig Kundendaten über Fitness und Lebensstil erfassen. Verbraucherschützer sind alarmiert und sehen enorme Überwachungsgefahr. Mit einer Einführung ist in den kommenden 12 bis 18 Monaten zu rechnen.
"Movember": Mit Schnurrbart gegen Hodenkrebs?
Gesundheit
Sonst frisch rasierte Männer lassen sich einen Schnauzbart wachsen und sammeln Geld für den Kampf gegen Prostata- und Hodenkrebs. Kurz vor dem Ende der "Movember"-Aktion ist die in Deutschland zwar bekannt wie nie - mehr Geld brachte das aber noch nicht.
Krebs-Früherkennung: Männer sind Vorsorgemuffel
Gesundheit
Bei Krebs ist kaum etwas so wichtig wie das frühzeitige Erkennen der Krankheit. Doch besonders Männer tun sich schwer damit, wie eine Auswertung der Techniker Krankenkasse belegt.
Umfrage
Viele Manager von städtischen Unternehmen verdienen mehr als eine halbe Million Euro im Jahr. Die Einkommen richten sich nach Branche, Unternehmensgröße und Umsatz. Finden Sie die hohen Gehälter angemessen?

Viele Manager von städtischen Unternehmen verdienen mehr als eine halbe Million Euro im Jahr. Die Einkommen richten sich nach Branche, Unternehmensgröße und Umsatz. Finden Sie die hohen Gehälter angemessen?

 
Fotos und Videos