Das aktuelle Wetter NRW 13°C
Technik

Autos sollen sich bald um Gesundheit der Insassen kümmern

31.08.2012 | 05:45 Uhr
Autos sollen sich bald um Gesundheit der Insassen kümmern
Bald könnten Assistenzsysteme nicht nur das Autofahrern erleichtern, sondern auch noch auf die Gesundheit der Mitfahrer achten.Foto: ddp

Berlin.  Alle möglichen Assistenzsysteme sorgen schon dafür, dass Autofahrer entspannter reisen. Bald soll sich die Elektronik auch um die Gesundheit des Fahrers und der Mitfahrer kümmern können. Allerdings bietet ein Mehr an Elektronik auch Gefahren.

Autos könnten dank neuer Technik in Zukunft mehr für die Gesundheit der Insassen tun. "Im Health- und Wellnessbereich wird noch viel passieren", sagte der Geschäftsführer des Ford -Entwicklungszentrums in Aachen, Pim van der Jagt, zum Start der IFA in Berlin. Möglich wird dies durch die Vernetzung von Fahrzeugen mit dem Internet sowie anderen Fahrzeugen und der Umgebung.

Bereits heute bietet der Hersteller in den USA einen Pollenwarner für Allergiker an, der das Umfahren der Gebiete ermöglicht. Ein anderes Gerät liefert Statusmeldungen zum Glukoselevel von Reisenden, was für Diabetiker wichtig ist.

Neben dem Gesundheitsaspekt darf sich der Autofahrer dank des noch in der Erprobung befindlichen Informationsaustauschs unter Fahrzeugen auf "weniger Staus, entspannteres Reisen und aktuellere Verkehrsmeldungen freuen", sagte van der Jagt. Der Informationsaustausch der Fahrzeuge birgt laut dem Experten aber auch Gefahren. "Wir arbeiten mit den anderen Autoherstellern vor allem an der Sicherheit", sagte er. So soll beispielsweise verhindert werden, dass Hacker in das System eindringen und falsche Warnungen übermitteln.

Gefahr von "Überinformation"

Zudem gebe es die Gefahr der "Überinformation". Deshalb müsse man genau dosieren, welche Informationen für wen relevant seien oder eben auch nicht. Hinsichtlich des selbst fahrenden Autos glaubt van der Jagt, dass technisch "vieles denk- und machbar" sei. Rechtlich sei es jedoch kompliziert. Bislang bleibe bei allen Systemen die Verantwortung beim Fahrer.

Ford hat kürzlich gemeinsam mit anderen Herstellern wie Mercedes und BMW einen Test gestartet, bei dem die Autos im Raum Frankfurt-Friedberg automatisch Informationen über Staus oder den Straßenzustand austauschen. So sollen Unfälle vermieden werden. (dapd)



Kommentare
31.08.2012
10:38
Autos sollen sich bald um Gesundheit der Insassen kümmern
von holmark | #2

Fürsorge und Betreuung wachsen - damit die Bürger unmündiger werden und besser gegängelt, überwacht und ausgebeutet werden können.

31.08.2012
09:46
Autos sollen sich bald um Gesundheit der Insassen kümmern
von donfernando | #1

Da kommt noch einiges auf uns zu. Zum Beispiel:
"Sie haben soeben einen Herzinfarkt erlitten. Fahren Sie rechts ran, aber vergessen Sie das Warndreieck nicht."

Aus dem Ressort
Übertragungswege von Ebola - Keine Hinweise auf Mutation
Ebola
Blut, Fäkalien und Erbrochenes von Erkrankten sind die Hauptinfektionsquellen für das Ebola-Virus. Dass sich das Virus über die Luft ausbreiten könnte, ist laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) reine Spekulation. Die wichtigsten Fragen und Antworten zu den Übertragungswegen von Ebola.
Greenpeace kritisiert Gift in Kinderkleidung der Discounter
Umwelt
Und was trägt Ihr Kind so? Wahrscheinlich eine bunte Mischung aus Dimethylformamid, Acetophenon und Naphthalin. Die Umweltorganisation Greenpeace hat bei Aldi, Lidl, Tchibo und Rewe Kinderkleidung gekauft und auf Gifte untersuchen lassen. Bei manchen Schuhen stach schon der Geruch in der Nase.
Positive Bilanz - MRSA-Rate in Gelsenkirchen ist gesunken
Gesundheit
Das Gelsenkirchener Netzwerk „Gemeinsam gegen MRSA“ zog nach fünf Jahren Arbeit eine positive Bilanz. Im Jahr 2009 trugen noch 2,5 Prozent der neu aufgenommenen Patienten in den sechs Krankhäusern der Stadt den so genannten „Krankenhauskeim“ MRSA. Aktuell sind es nur noch 1,5 Prozent.
Gutachten im Brustkrebs-Skandal entlastet Essener Radiologen
Brustkrebs-Skandal
Im Brustkrebs-Skandal um den Essener Radiologen Krüger hat die Staatsanwalt den Fall einer Patientin untersuchen lassen. Der Gutachter spricht Krüger von den Vorwürfen frei. Unterdessen weist der Geschäftsführer des Huyssensstifts den Verdacht gezielter Patienten-Verschiebung von sich.
Deutschland testet Ebola-Impfstoff
Ebola
Für den Einsatz in den afrikanischen Ebola-Gebieten melden sich viele Ärzte und Angehörige der Bundeswehr freiwillig - aber die wenigsten sind einsatzfähig. In Deutschland wird bald ein Impfstoff getestet. Bei Unruhen in Sierra Leone starben Menschen.
Umfrage
Um die verkürzte Schulzeit besser zu meistern, sollen G8-Schüler weniger Hausaufgaben bekommen. Richtig so?

Um die verkürzte Schulzeit besser zu meistern, sollen G8-Schüler weniger Hausaufgaben bekommen. Richtig so?

 
Fotos und Videos