Das aktuelle Wetter NRW 5°C
Gesundheitskarte

Arztbesuch für Menschen im Grenzgebiet wird leichter

09.03.2013 | 14:45 Uhr
Arztbesuch für Menschen im Grenzgebiet wird leichter
Die AOK sowie eine niederländische und belgische Krankenkasse vereinfachen den Arztbesuch für Menschen im Grenzgebiet.Foto: dapd

Eupen/Aachen.  Die AOK Rheinland/Hamburg hat mit einer belgischen und niederländischen Krankenkasse eine einheitliche Gesundheitskarte herausgebracht. Damit wird der Arztbesuch für Menschen im Grenzgebiet einfacher. Das Projekt reicht laut Kassen über die 2014 in Kraft tretende EU-Anforderung hinaus.

Für Menschen im Grenzgebiet bei Aachen wird der Arztbesuch über die Grenze einfacher. Die AOK Rheinland/Hamburg gibt mit einer belgischen und niederländischen Krankenkasse eine Gesundheitskarte heraus, mit der Versicherte vor allem in der Grenzregion ohne bürokratischen Aufwand Ärzte im Nachbarland besuchen können. Interessant sei das vor allem für Niederländer und Belgier, stellte die AOK zum Abschluss der Vereinbarung am Freitag fest. Das Pilotprojekt reiche weit über die 2014 in Kraft tretenden EU-Anforderungen im Gesundheitssystem hinaus.

Für belgische Patienten, die Behandlungen bisher ausdrücklich beantragen mussten, bedeute die Karte eine deutliche Vereinfachung. In der deutschsprachigen Grenzregion Belgiens sei die ärztliche Grundversorgung zwar gesichert, aber Spezialisten praktizieren oft in Lüttich oder Brüssel. "Da geht man lieber nach Aachen, weil da das Sprachenproblem wegfällt, sagte AOK-Fachreferentin Heike Au.

Niederländer warten lange bei Fachärzten

Niederländer besuchten vor allem deutsche Augenärzte und Orthopäden. Grund seien vor allem die langen Wartezeiten bei den Fachärzten im eigenen Land. Auch bei schweren Erkrankungen gingen Niederländer oft in deutsche Kliniken. 3000-AOK-Versicherte, 6000 Versicherte der belgischen CKK und 8200 CZ-Versicherte in den Niederlanden hätten die Gesundheitskarte beantragt. (dpa/lnw)



Kommentare
Aus dem Ressort
Test für Ebola-Impfstoff vielversprechend angelaufen
Ebola
Amerikanische Wissenschaftler haben gemeinsam mit einem Pharmahersteller einen neuen Ebola-Impfstoff erfolgreich getestet. Das Immunsystem der 20 erwachsenen Probanden habe auf das Mittel "VRC 207" gut reagiert. Es basiert auf einem abgeschwächten Schimpansen-Virus.
"Pille danach": Je schneller, desto besser
Gesundheit
Viele Frauen kennen die Notlage: Sie hatten Sex - freiwillig oder erzwungen - und brauchen nun dringend die "Pille danach". Aber wie kommen sie so schnell wie möglich an das Medikament?
Bei Verdacht auf Schlaganfall ist schnelle Hilfe gefragt
Gesundheit
Beim Verdacht auf einen Schlaganfall sollte sofort der Rettungsdienst (Rufnummer 112) alarmiert werden. Je eher ein Schlaganfall behandelt wird, desto besser lassen sich Folgeschäden vermeiden. Auch Kinder können einen Schlaganfall erleiden.
Krebs ist die am meisten gefürchtete Krankheit
Gesundheit
Die weitaus meisten Deutschen sind mit ihrer Gesundheit zufrieden. Doch viele fürchten sich vor allem vor Krebs. Das geht aus einer aktuellen Umfrage hervor.
Gefährliches Deo - Risiken durch Aluminium?
Gesundheit
Viele sprühen es sich morgens unter die Achseln: Doch Deos mit Aluminium sind in den Verdacht geraten, krank zu machen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung sieht Forschungsbedarf.
Umfrage
Das Bundesverwaltungsgericht hat der Sonntagsarbeit engere Grenzen gesetzt. Wie finden Sie das?
 
Fotos und Videos