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Gesundheitsrisiko

Arbeitslosigkeit steigert das Risiko eines Herzinfarkts

05.12.2012 | 14:45 Uhr
Das Risiko, an einem Herzinfarkt zu erkranken, ist bei Menschen ohne Arbeit deutlich höher als bei Berufstätigen.

Ann Arbor.  Eine Studie aus den USA ergab, dass arbeitslose Menschen ein höheres Herzinfarkt-Risiko haben als Berufstätige. Als Grund dafür nennen die Forscher zahlreiche Stressoren, wie Änderungen in Ernährung und Schlafverhalten, die bei einem Arbeitsplatzverlust auf den Menschen einwirken.

Menschen, die arbeitslos sind, haben ein höheres Risiko , einen Herzinfarkt zu erleiden. Dies zeigt eine aktuelle Studie der University of Michigan in Ann Arbor/USA. Dass Arbeitslose häufiger krank sind als Erwerbstätige, hatte vor zwei Jahren bereits eine Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes zutage gebracht. Jetzt erschien in den 'Archives of Internal Medicine online' eine Analyse von Daten aus der Health and Retirement Study (HRS).

Sie weist für Menschen mit Arbeitsplatzverlust ein etwa gleich hohes Herzinfarktrisiko wie für Diabetes, Bluthochdruck oder Rauchen nach. Und je häufiger der Jobverlust, desto höher das Risiko.

18 Jahre Forschung

Die Langzeitstudie stellt eine für die Bevölkerung der USA repräsentative Untersuchung von Menschen zwischen 51 und 75 Jahren dar. Sie läuft seit über 18 Jahren mit Interviews im zweijährlichen Abstand. Die Teilnehmer werden nach Beschäftigung , Gesundheit und sozioökonomischen Faktoren befragt.

So bleibt das Herz gesund

Erfasst wurden mehr als 13.000 Personen, die bis zum Zeitpunkt des Untersuchungsbeginns keinen Herzinfarkt erlitten hatten. Während der gesamten Beobachtungsperiode wurden 1061 Herzinfarkte registriert (7,9 Prozent).

Wie die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie in Stuttgart mitteilt, glaubt Matthew Dupre, einer der Autoren der Studie, dass Stressfaktoren die Hauptursache sind. Er vermutet, Änderungen in Ernährung und Schlafverhalten und vermehrtes Rauchen nach einem Arbeitsplatzverlust könnten eine Rolle spielen. Da die Stressoren bei Arbeitsplatzverlust so zahlreich und komplex seien, sei jedoch eine nähere Analyse nicht möglich, so die Autoren im Vorwort der Studie. (sid)



Kommentare
06.12.2012
00:11
Arbeitslosigkeit steigert das Risiko eines Herzinfarkts
von Juelicher | #1

Ich vermisse vergleichende Zahlen zu Arbeitnehmern, die die Differenz verdeutlichen. Der negative Effekt wird überhaupt nicht quantifiziert. Jedenfalls gibt im Text dazu keine Aussage.

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