Das aktuelle Wetter NRW 14°C
Kindergesundheit

Alltagsprodukte können Gefahr für Kinder sein

26.10.2010 | 00:00 Uhr
Alltagsprodukte können Gefahr für Kinder sein
Es gibt viele Haushaltsmittel, die für Kinder gefährlich sind. (Bild: Imago)

Köln.Nagellack, Deo oder Haarspray – eigentlich ungefährliche Alltagsprodukte. Doch Kindern droht eine Vergiftung, wenn sie solche Chemikalien tief einatmen. Und das kann sogar tödlich enden.

Kindern droht Vergiftungsgefahr durch zahlreiche Alltagsprodukte im Haushalt - von Farb- und Klebstoffen über Feuerzeuge, Deo- und Haarsprays bis hin zu Verdünnungsmitteln und acetonhaltigem Nagellackentferner. Wenn sie an solchen Chemikalien riechen und tief einatmen, kann dies zu Bewusstseinstrübungen, Herzrhythmusstörungen, Sauerstoffmangel und sogar zum Tod führen, dem „Sudden Sniffing Death Syndrome“ (SSDS).

„Im Haushalt sollten Eltern am besten keine lösungsmittelhaltigen Leime oder andere flüchtigen Stoffe aufbewahren, um zu vermeiden, dass Kinder damit experimentieren und diese Stoffe inhalieren“, empfiehlt Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). „Vorbeugend auf die Gefahren des „Schnüffelns“ aufmerksam zu machen, halte ich nicht für sinnvoll, denn so wecken Eltern erst das Interesse und die Neugier der Kinder. Doch die möglichen Wirkungen beim falschen Gebrauch von Klebstoffen und Leimen sollten Kinder kennen.“

Jedes vierte SSDS-Opfer stirbt nach Angaben des Berufsverbands schon beim ersten Schnüffelversuch. „Die Kinder berauschen sich mit unbekannten Stoffen, deren Wirkung sie nicht einschätzen können und deren Dosierung schwer zu kontrollieren ist“, sagt Fegeler. „Besonders unkalkulierbar sind Artikel mit Treibgas, die sich direkt in die Nase und in den Rachen sprayen lassen.“ (dapd)

DerWesten

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/3859809/create

Aktuelle Fotos und Videos
Es ist wieder Pollenzeit
Video
Allergien
WAZ-Medizinforum Diabetes
Bildgalerie
WAZ-Medizinforum
Stars mit dem HI-Virus
Bildgalerie
Aids
Schalke gegen Hoffenheim
Bildgalerie
Fotostrecke
Aus dem Ressort
Bundestag stimmt für neue Organspende-Regelung
Organspende
Bürger in Deutschland müssen sich künftig mehr Gedanken über eigene Organspenden machen. Der Bundestag hat dazu an diesem Freitag mit Mehrheit einem Gesetzentwurf zugestimmt. Die Deutsche Hospiz-Stiftung reagiert enttäuscht.
Mülheim kommt auf 210.156 Krankentage im Jahr
Medizin
Trauriger Rekord für die Stadt Mülheim: Die Stadt kommt auf 210.156 Krankentage im Jahr. Damit ist der Krankenstand hier deutlich höher als im Umland. Das liegt auch daran, dass psychische Erkrankungen hier besonders hartnäckig sind.