Das aktuelle Wetter NRW 9°C
Gesundheit

Allergiefalle: Lebensmittelzutaten können sich kurzfristig ändern

17.10.2012 | 11:39 Uhr
Foto: /dapd/Henning Kaiser

Wenn Kinder eine Nahrungsmittelallergie haben, müssen Eltern beim Einkauf der Lebensmittel sehr achtsam sein und die Zutatenlisten prüfen. Besonders bei Produkten, die man immer wieder kauft, vergisst man das schon mal.

Aachen (dapd). Wenn Kinder eine Nahrungsmittelallergie haben, müssen Eltern beim Einkauf der Lebensmittel sehr achtsam sein und die Zutatenlisten prüfen. Besonders bei Produkten, die man immer wieder kauft, vergisst man das schon mal. "Das kann gefährlich sein", warnt Lars Lange von der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin (GPA) aus Aachen: "Gerade bei Produkten in Discountern kann sich die Zusammensetzung eines Lebensmittels auch kurzfristig ändern." Und statt gewohnter Verträglichkeit erleben die Eltern plötzlich eine starke allergische Reaktion beim Kind, die sie sich gar nicht erklären können. "Mitunter genügen sehr kleine Mengen des Allergie auslösenden Stoffes, um einen allergischen Schock auslösen."

In Deutschland sind die Hersteller verpflichtet, bei verpackten Lebensmitteln hoch allergene Stoffe zu kennzeichnen. Dazu gehören Soja, Erdnuss, Lupine, Sellerie, Sesam, Senf, Schalenfrüchte sowie glutenhaltige Lebensmittel wie zum Beispiel Roggen, Weizen oder Gerste. Auch tierische Inhaltsstoffe wie Hühnerei, Kuhmilch, Fisch, Krebstiere oder Weichtiere müssen gekennzeichnet sein, selbst wenn die enthaltende Menge im Produkt selbst winzig ist.

In veränderten Produktionsprozessen kann es dabei kurzfristig dazu kommen, dass Spuren von allergenen Inhaltsstoffen in Produkte gelangen, die diese nach der Rezeptur eigentlich nicht enthalten. Der Experte rät deshalb: "Eltern allergischer Kinder sollten bei jedem Einkauf zur Sicherheit die Zutatenliste der gewählten Produkte überprüfen. Produkte, auf denen Spuren des Allergens deklariert sind, sollten ebenfalls gemieden werden."

dapd

dapd

Facebook
Kommentare
Umfrage
Düster, schmutzig, kein Service – Experten finden an Rhein und Ruhr einige der schlechstesten Bahnhöfe Deutschlands . Würden Sie den Vorwurf der

Düster, schmutzig, kein Service – Experten finden an Rhein und Ruhr einige der schlechstesten Bahnhöfe Deutschlands . Würden Sie den Vorwurf der "beispiellosen Verwahrlosung" unterschreiben?

 
Fotos und Videos
Aus dem Ressort
Was bringt die Ice-Bucket-Challenge der deutschen ALS-Hilfe?
Internet-Hype
Es ist ein großer Internet-Hype: Bei der "Ice-Bucket-Challenge" übergießen sich Menschen mit eiskaltem Wasser und bürden die Aufgabe dann drei weiteren auf. Auch Promis machen mit und stellen ihre Kübelduschen-Videos ins Netz. Aber was bringt die Aktion dem eigentlichen Zwecke — an Spenden?
Was bringt die Ice-Bucket-Challenge der deutschen ALS-Hilfe?
Internet-Hype
Es ist ein großer Internet-Hype: Bei der "Ice-Bucket-Challenge" übergießen sich Menschen mit eiskaltem Wasser und bürden die Aufgabe dann drei weiteren auf. Auch Promis machen mit und stellen ihre Kübelduschen-Videos ins Netz. Aber was bringt die Aktion dem eigentlichen Zwecke — an Spenden?
Robotertraining hilft rückenmarkverletzten Patienten
Gesundheit
Futuristisch muten die vor zwei Jahren am Bochumer Zentrum für Neurorobatales Bewegungstraining vorgestellten Exoskelette an. Die Ergebnisse einer Fallstudie von Wissenschaftlern um Prof. Dr. Thomas Schildhauer zeigt, dass das Training mit dem „Roboteranzug“ Früchte trägt.
Höchstwerte des Blutdrucks nicht mit Faustregel berechnen
Risiken
"Lebensalter plus 100". So lautet eine alte Faustregel für die Bestimmung des Blutdrucks. Denn Höchswerte lassen sich nicht durch Faustregeln bestimmen. Betroffene sollten daher vorsichtig sein. Menschen mit einem Blutdruck zwischen 159 zu 99 mmHg sollten generell ihre Lebensgewohnheiten umstellen.
"Suizid-Tourismus" aus Deutschland in die Schweiz nimmt zu
Sterbehilfe
In vielen europäischen Ländern ist Sterbehilfe bislang nicht erlaubt, viele Schwerkranke reisen daher in die Schweiz, um Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen. Vor allem die Zahl von "Suizid-Touristen" aus Deutschland nahm in den vergangenen Jahren stark zu.