Das aktuelle Wetter NRW 14°C
Psyche

350 Millionen Menschen weltweit leiden unter Depressionen

09.10.2012 | 19:24 Uhr
350 Millionen Menschen weltweit leiden unter Depressionen
Mehr als 350 Millionen Menschen weltweit leiden unter Depressionen.Foto: getty

Genf.   Weltweit leiden mehr als 350 Millionen Menschen unter Depressionen. Diese Zahl nannte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Vorfeld des Welttages der seelischen Gesundheit. Vielen Erkrankten fehlt es an ausreichender Behandlung, auch weil sie sich aus Scham nicht trauen Hilfe zu suchen.

Mehr als 350 Millionen Menschen weltweit leiden unter Depressionen . Dabei seien alle Regionen in der Welt betroffen, arme und reiche Länder, erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Vorfeld des Welttags der seelischen Gesundheit am Mittwoch. Die UN-Organisation definiert Depression als "anhaltendes Gefühl der Traurigkeit für zwei Wochen oder länger", das eine normale Teilnahme am Leben verhindert.

"Die Depression gibt es seit Jahrhunderten - die Nachricht ist: Wir tun nichts dagegen", sagte der Leiter des WHO-Referats für psychische Gesundheit, Shekhar Saxena. Aufgrund der Scham vieler Erkrankten bekomme mehr als die Hälfte von ihnen nicht die Behandlung, die sie benötige.

Saxena appellierte an Ärzte, bei ihren Patienten auf Zeichen von Depressionen zu achten. Dies gelte besonders auch bei Kinder und Jugendlichen, die ebenfalls betroffen sein können. Frauen seien zu 50 Prozent häufiger von einer Depression betroffen als Männer, sagte Saxena.

Eine Million Menschen nimmt sich selbst das Leben

Ein Grund dafür sei die postnatale Depression , die eine von fünf Müttern nach der Entbindung treffe. Zu den Risikofaktoren für die seelische Gesundheit zählte der WHO-Experte finanzielle Probleme, Arbeitslosigkeit sowie Katastrophen und Konflikte. Auch körperliche Krankheiten könnten eine Depression verursachen.

Saxena machte auch auf den Zusammenhang zwischen Depressionen und Suiziden aufmerksam. Knapp eine Million Menschen nehme sich jährlich das Leben. Unter ihnen sei die Hälfte depressiv, wobei dies aber nicht der einzige Grund für die Selbsttötungen sei. (afp)



Kommentare
10.10.2012
14:49
350 Millionen Menschen weltweit leiden unter Depressionen
von feierabend | #1

Mit fremden Menschen nimmt man sich zusammen, da merkt man auf, da sucht man seinen Zweck in ihrer Gunst, damit sie nutzen sollen, allein bei Freunden läßt man frei sich gehn, man ruht in ihrer Liebe, man erlaubt sich eine Laune, ungezämter wirkt die Leidenschaft, und so verletzen wir am ersten die, die wir am zärtsten lieben. Goethe

Aus dem Ressort
Justiz ermittelt gegen Herzzentrum wegen Totschlagsverdachts
Organspende
Die Staatsanwaltschaft in Berlin ermittelt gegen das in der Hauptstadt ansässige Deutsche Herzzentrum. Es geht um den Verdacht, dass die Rangfolge auf Wartelisten für Herztransplantationen absichtlich manipuliert wurde. Werden leichtere Fälle bevorzugt, kann das für Schwerkranke den Tod bedeuten.
Fachkräfte aus Drittstaaten sollen in der Altenpflege helfen
Prognose
Laut Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel könne in Zukunft der Fachkräftemangel in der Altenpflege nur noch mit Personal aus Drittstaaten aufgefangen werden. Denn viele EU-Staaten hätten das gleiche Problem wie Deutschland: Zu viele Pflegebedürftige und zu wenige Fachkräfte.
Was bringt die Ice-Bucket-Challenge der deutschen ALS-Hilfe?
Internet-Hype
Es ist ein großer Internet-Hype: Bei der "Ice-Bucket-Challenge" übergießen sich Menschen mit eiskaltem Wasser und bürden die Aufgabe dann drei weiteren auf. Auch Promis machen mit und stellen ihre Kübelduschen-Videos ins Netz. Aber was bringt die Aktion dem eigentlichen Zwecke — an Spenden?
Was bringt die Ice-Bucket-Challenge der deutschen ALS-Hilfe?
Internet-Hype
Es ist ein großer Internet-Hype: Bei der "Ice-Bucket-Challenge" übergießen sich Menschen mit eiskaltem Wasser und bürden die Aufgabe dann drei weiteren auf. Auch Promis machen mit und stellen ihre Kübelduschen-Videos ins Netz. Aber was bringt die Aktion dem eigentlichen Zwecke — an Spenden?
Robotertraining hilft rückenmarkverletzten Patienten
Gesundheit
Futuristisch muten die vor zwei Jahren am Bochumer Zentrum für Neurorobatales Bewegungstraining vorgestellten Exoskelette an. Die Ergebnisse einer Fallstudie von Wissenschaftlern um Prof. Dr. Thomas Schildhauer zeigt, dass das Training mit dem „Roboteranzug“ Früchte trägt.
Umfrage
Das Warten hat ein Ende: Die Bundesliga startet in die neue Saison. Besonders im Ruhrgebiet ist die Fan-Kultur sehr ausgeprägt. Was bedeutet Ihnen der Fußball?

Das Warten hat ein Ende: Die Bundesliga startet in die neue Saison. Besonders im Ruhrgebiet ist die Fan-Kultur sehr ausgeprägt. Was bedeutet Ihnen der Fußball?

 
Fotos und Videos