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Blau-weiß gestreifte Depression

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Nie war ich so kurz davor, diesem Verein den Rücken zu kehren. Wenn ich könnte - ich würde es wahrhaftig tun! Einfach nicht mehr hingehen. Nicht den ganzen Sonntag nach dem Anstoß in Liga zwei ausrichten. Sich einen schönen Tag machen und sich nicht mehr ärgern (lassen).

 

Ich stecke in einer sehr schlimmen blau-weiß gestreiften Depression. Und das heute war wieder einmal - ohne Worte. Während die Ahlener zu Beginn der zweiten Hälfte mit neuem Mut und frischem Kampfgeist aus der Kabine kamen, haben sich die Zebras in der Halbzeit offenbar gegenseitig einfach nur erzählt, wie geil sie sind, und dass sie gegen so einen lahmen Gegner die drei Punkte locker in der Tasche haben. Hat ja jeden Ostrock auch geklappt, nicht wahr?

 

Aber heute wurde das Duisburger "Spiel" bitter bestraft. Ständige Fehlpässe, Bälle, die ohne ersichtlichen Grund beim Gegner landen, zig Ballverluste in der eigenen Hälfte. Keine Ideen, keine Taktik. Tatsächlich war das erste Tor durch Kai-Uwe und die vorausgegangene Flanke der (zumindest gefühlte) einzige clevere Spielzug der gesamten Partie.

 

Söldner, die über den Platz traben. Die keine Begeisterung ausstrahlen und deswegen auch nicht begeistern können.

 

Ich bin nicht davon ausgegangen, dass Sasic innerhalb einer halben Woche aus Mist Gold macht. Ich gebe ihm gerne noch ein wenig Zeit. Und doch: Ich habe heute nichts erwartet. Und bin trotzdem mal wieder enttäuscht worden.

 

bergen oktober 2009 004

Dann noch die Aktion der Kohorte. Den Support will man "auf unbestimmte" Zeit einstellen, unter anderem weil man sich mit dem Verein nicht mehr identifizieren kann. Ja, ich kann das gut nachvollziehen. Ja! Aber...

 

Ich werde mich dazu in den nächsten Tagen ausführlich äußern. Im Moment bin ich viel zu müde, zu mürbe, um einen klaren Gedanken fassen zu können. Nie war ich so kurz davor, diesem Verein endgültig den Rücken zu kehren. Blau-weiße Depression. Vom Feinsten.

 

 
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