Keine Stimme mehr, aber nach einem turbulenten Fußballabend eigentlich ganz gute Laune. Nach allem, was heute passiert ist, fühlt sich der Punkt gut an - so gut eben, wie es sich immer anfühlt, wenn aus der Gästekurve "Auswärtssieg, Auswärtssieg" schallt und die Zebras in der gefühlten 108. Minute noch den Ausgleich reinzimmern.
Haha, dat war geil. Ich hatte echt Pippi in den Augen! Für mich also ganz klar: Wir haben einen Punkt gewonnen, nicht zwei verloren.
Die erste Halbzeit können wir mal getrost vergessen. Was sich der MSV da zusammengespielt hat, war Eiche rustikal. Das kommt davon, habe ich gedacht, wenn man sich (so wie ich heute) mal wieder so richtig auf so genannten schönen Fußball freut.
Die zweite Hälfte hatte dann aber alles - für meinen Geschmack vor allem ein bisschen zu viele Fehlentscheidungen des so genannten Unparteiischen! Vor unserem Führungstreffer zum 1:0 hätten wir nen Elfer kriegen müssen. Statt dessen gibt der Idiot Schiri den Nürnbergern nen Freekick aus gefühlten anderthalb Metern. Habe ich, ehrlich gesagt, so noch nie in Duisburg gesehen. Für alle, die in diesem Moment ein ebenso großes Fragezeichen auf dem Kopf hatten, deswegen hier ne kleine (von Wikipedia geliehene) Erklärung:
Indirekter Freistoß
Der indirekte Freistoß wird vom Schiedsrichter mit über den Kopf erhobenem Arm signalisiert. Ein Tor kann nur erzielt werden, wenn nach der Ausführung des Freistoßes ein anderer Spieler den Ball berührt, bevor er im Tor landet. Erst wenn der Ball von einem anderen Spieler berührt wurde, darf der Schiedsrichter den Arm wieder senken. Wenn der Ball beim indirekten Freistoß „direkt“ ins Tor gelangt, ist das Tor ungültig; das Spiel wird dann mit Abstoß für die verteidigende Mannschaft fortgesetzt. Der indirekte Freistoß kann auch bei Fouls, die innerhalb des Strafraums begangen wurden, gegeben werden; dann gibt es keinen Strafstoß.
Gründe für einen indirekten Freistoß sind unter anderem:
- Abseits
- Verstoß gegen die Rückpassregel
- „gefährliches Spiel“ ohne Gegnerberührung (z. B. mit gestrecktem Bein in den Gegner laufen)
- Behinderung des Laufs des Gegners („sperren“)
- Unterbrechungen des Spiels zur Erteilung einer Verwarnung bzw. eines Platzverweises aus disziplinarischen Gründen
- zweimaliges Spielen des Balles desselben Spielers bei einer Spielfortsetzung
- Rempeln, Sperren oder sonstiges Behindern des Torwarts innerhalb des Torraums
- Vortäuschen eines Vergehens („Schwalbe“)
Müsste der Freistoß innerhalb des Torraums ausgeführt werden, so wird er an dem Punkt auf der zur Torlinie parallel laufenden Torraumlinie ausgeführt, der dem Ort des Fouls am nächsten liegt. Wenn der Freistoß weniger als 9,15 m von der Torlinie entfernt geschossen wird, dürfen die Gegenspieler trotzdem auf der Torlinie stehen.
So, jetzt sind wir alle schlauer. In unserem Fall soll es übrigens gefährliches Spiel von Brenner gewesen sein. Ich habe gar nichts gesehen außer einem Riesen-Gewusel in unserem Strafraum - und dann die halbe Mannschaft auf der Linie, links trotzdem ein klaffendes Loch lassend. Grmpf.
Respekt jedenfalls für die Zebras, die das Spiel nicht aufgegeben und dann sogar noch das 2:2 rausgeholt haben. Ein so spätes Tor ist gut für die Moral der Truppe - Freiburg kann kommen. Ich erwarte zwar keinen schönen Fußball mehr (die Lektion habe ich gelernt), aber es fühlt sich gut an, unbesiegbar zu sein.
Gestreifte Träume!





