Da ist es also wieder. Das Aufstiegsgespenst. Spätestens nach dem eindrucksvollen Sieg in Berlin nimmt den MSV jeder ernst und als potenziellen Aufstiegskandidaten wahr. Ich freue mich darüber natürlich einerseits. Langelange, viel zu lange haben die Zebras mir nicht mehr so viel Spaß gemacht wie in den letzten Monaten.
Andererseits zucke ich aber jedes Mal zusammen, wenn ich die Worte „Aufstieg“ und „Duisburg“ in einem Satz Absatz lese. Denn genau dieser Druck, der in den letzten Tagen von „den“ Medien und den Fans aufgebaut wird, macht mir Angst.
Warum? Erinnern wir uns doch einfach nur an die letzten zwei Spielzeiten. Was wurde da im Vorfeld „Aufstieg, AUFSTIEG!“ geschrien. Das Resultat kennen wir. Nicht ohne Grund habe ich mir vor Beginn dieser Saison vorgenommen, nichts zu erwarten – um dann vielleicht positiv überrascht zu werden. Diese Überraschung ist den Zebras zweifellos gelungen. Aber schon spüre ich, wie auch in mir die Hoffnungen zu galoppieren beginnen: Wäre das nicht schön…? Oder: Stell Dir mal vor…!
Der Unterschied zwischen dieser Spielzeit und den Jahren zuvor ist, dass wir erst jetzt, am Ende der Hinrunde, als Aufstiegsaspirant gelten. Weil wir einfach zu geil sind. Und nicht schon als Aufsteiger gehandelt wurden, bevor wir überhaupt ein Spiel gemacht haben.
Ich wünsche der Mannschaft und uns, dass Sasic und Konsorten dem Druck standhalten, nun doch „ein ernst zu nehmender Gegner“ zu sein. Und dass es uns weiterhin nicht schrecken kann. Das Aufstiegsgespenst.





0 Kommentar