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Wahltag in Michigan

Heute Nacht deutscher Zeit schließen in Michigan die Wahllokale. Und weil ich morgen an dieser Stelle eine detaillierte Analyse des Ergebnis abgeben werde, hier zunächst nur ein paar Bemerkungen:

1. In letzter Zeit berichtete die Presse vermehrt, dass die Wirtschaft das neue Topthema unter den Wählern wäre, und sich die Kandidaten dementsprechend angepasst haben. Wenn man allerdings das Thema Irak mit dem Thema Terrorismus als „Nationale Sicherheit“ zusammenfasst, so überwog dieses unter den Republikanischen Wählern in New Hampshire gegenüber der Wirtschaft mit 11 Prozent – in Iowa mit 12 Prozent. (N.Y. Times hat mehr.)

 

2. Mark Halperin nennt die drei besten Freunde eines jeden Kandidaten für die nächsten Wochen. Für John McCain ist dies ein Split der religiösen Konservativen zwischen Mike Huckabee und Mitt Romney in Michigan, ein Split der religiösen Konservativen zwischen Huckabee und Fred Thompson in South Carolina und kein Split der Moderaten zwischen ihm und Rudy Giuliani in South Carolina und Florida. (The Page hat mehr.)

 

3. Wenn man mehr über den Kampf zwischen Hillary Clinton und Barack Obama wissen will, sollte man sich ihre beiden Topstrategen genauer anschauen. Clinton’s heißt Mark Penn und besitzt, laut Jonathan Alter, den I.Q. von Bill Gates, aber den E.Q. (Emotionale Intelligenz) von einer Aubergine. Seine Waffe ist sein Hirn, dass von David Axelrode ist sein Bauchgefühl. Der Berater von Obama hat die tiefer liegenden Bewegungen im Land besser verstanden als die Konkurrenz. (Newsweek hat mehr.)

 

4. In Michigan werden die Demokraten nicht geschlossen antreten. Die staatliche Partei hatte die Vorwahl entgegen Parteiregeln im Wahlkalender vor South Carolina gelegt und keiner der Kandidaten hat dort Wahlkampf betrieben. Da Michigan eine offene Wahl ist, und Demokraten nun in der Vorwahl der Republikaner teilnehmen können, sind schon ein paar Szenarien aufgetaucht: John McCain könnte der große Nutznießer sein, da er sich unter den Unabhängigen nicht mehr mit Obama (wie noch in New Hampshire) messen muss. Auf der anderen Seite hat eine liberale Webseite die Demokraten aufgerufen für Mitt Romney zu stimmen um das Rennen der Republikaner möglichst lange unentschieden zu lassen.

 

5. Neben dem Kampf um die Delegierten einer jeden Vorwahl, ist unter den Demokratischen Kandidaten nun ebenfalls ein Rennen um die Superdelegierten gestartet. Diese bestehen aus Abgeordneten, Senatoren und Gouverneuren und entscheiden jeder persönlich für wen sie stimmen werden. Das enge Rennen könnte tatsächlich durch diese Superdelegierten entschieden werden und deswegen betreiben Clinton und Obama große Anstrengungen um ihre Unterstützung zu erhalten. Im Moment führt Clinton mit 163 – 64 Zusagen. (Die L.A. Times hat mehr.)

 
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