Auch wenn das Internet, die Blogosphere und all die neuen Möglichkeiten der Kommunikation den Wahlkampf zum Präsidentenamt fundamental verändert haben, Werbespots im Fernsehen waren, sind und bleiben ein essentieller Teil des großen Ganzen. Zudem bieten sie den neutralen Beobachtern eine Chance die Argumentationen der Kampagne besser einzuordnen. Hier nun die ersten beiden Werbespots der beiden Kampagnen, angefangen mit Barack Obama:
The Country I Love
Der Spot wurde in 18 Staaten ausgestrahlt, davon viele traditionell konservative Staaten wie Georgia, Montana, North Carolina und Virginia. Obama stellt sich mit diesem, seinem ersten Spot in der Hauptwahl, einem Publikum vor dass bisher nicht viel von ihm wusste. Er präsentiert sich als Mann mit Werten aus dem Herzen der USA, Kansas, und als jemand der lukrative Jobs an der Wall Street sausen ließ um in Chicago gemeinnützig tätig zu sein. Damit will er sich gegen sein Image als elitärer Anwalt auflehnen und seine Biographie als eine typisch Amerikanische vorzustellen.
Dignity
Der zweite Spot, ausgestrahlt in denselben 18 Staaten (ein Zeichen dass Obama auf dort seinen Fokus lenkt), spricht von Obama in der dritten Person. Jetzt werden detaillierte Positionen und Erfolge von ihm vorgestellt. Die Wirtschaft ist das große Thema, und wieder einmal werden seine gemeinnützigen Arbeiten in Chicago angesprochen. Zum zweiten Mal sieht man ihn mit älteren, weißen Frauen, eine Wählergruppe die er in der Vorwahl nicht überzeugen konnte.
John McCain:
Global
Seinen wirklich ersten Spot der Hauptwahl veröffentliche die McCain-Kampagne bereits im März (WestSite berichtete ausführlich). Dieser repräsentiert allerdings den ersten national ausgestrahlten bei dem man den Gegner der Demokraten kennt. Beachtlich bei diesem Spot ist das Thema, Umweltschutz, und die erste Zeile: „McCain zeigte dem Präsidenten die Stirn.“ Er präsentiert sich als Kandidat mit „realistischen Plänen“ was den Umweltschutz und die Wirtschaft betrifft.
Love
Dieser Spot attackiert zum ersten Mal den Gegner, auch wenn sein Name nicht genannt wird. Die Worte „Hoffnung“ und „Wandel“ sind mittlerweile Markenzeichen der Obama-Kampagne, und dieser Spot attackiert sie zur Genüge: „Es war eine Zeit von Unsicherheit, Hoffnung und Wandel: Der Sommer der Liebe. Auf der anderen Seite der Erde eine andere Art von Liebe, die für das Heimatland.“ Es zeigt McCain als Kriegsgefangener, während die wilden 60er Jahre die Kultur der USA bestimmen. „John McCain sagt uns nicht immer was wir hoffen zu hören. Schöne Worte können das Leben der Leute nicht verbessern,“ ein Angriff auf die gepriesene Rhetorik von Obama. „Hoffe nicht auf ein besseres Leben, wähle eines.“
Beiden Kandidaten sind wenige Wochen vor der Parteiversammlung darauf bedacht sich einem Publikum vorzustellen, dass in den Vorwahlen nicht so aktiv beteiligt war wie die Mehrheit der Parteiangehörigen. Beide bieten eine faszinierende Biographie und viele positive Assoziationen die die Leute mit ihnen verbinden.





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