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Völlig umsonst gibt Baranowski den treu sorgenden Stadtvater

Flatrate

Eigentlich ist es schon ziemlich knuffig: Die Gelsenkirchener Verwaltungsspitze setzt im Kommunalwahlkampf ein Thema, obwohl dieses Thema gar kein Thema ist. Oberbürgermeister Frank Baranowski sagt dem kommerziellen Koma-Saufen den Kampf an – und will die sogenannten Flatrate-Partys notfalls verbieten. Erstmal scheint ja alles gut, nur ist in Gelsenkirchen gar keine Flatrate- oder Ein-Euro-Party geplant.

 

Da frage ich mich natürlich: Wofür das Ganze? Warum will der Stadtchef Härte demonstrieren, wo gar kein Gegenstand ist, auf den er mit voller Härte draufhauen kann? So muss auch Stadtsprecher Martin Schulmann bestätigen: „Rechtlich können wir die Partys nur verbieten, wenn sie angeboten werden.“ Warum also schlafende Hunde wecken?

 

Politiker müssen Jugendliche schützen. Das ist klar. Nur in diesem Fall müssen Jugendliche gar nicht geschützt werden. Also kann sich der Gelsenkirchener Oberbürgermeister den Problemen widmen, die wirklich anstehen. Nach dem Hörensagen kommt man in Gelsenkirchen nämlich nicht mit einer Hand aus, um die Probleme abzuzählen.

 

Natürlich ist es einfacher, sich als treu sorgender Stadtvater zu präsentieren. Ob das aber für einen weiteren Wahlsieg reicht?

 

Hier geht's zum Artikel: Gelsenkirchen will Flatrate-Partys verbieten


 

 

 
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