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Mehr Rot in die Rathäuser? Da kann einem schwarz vor Augen werden

Hannelorekraft

In Berlin steht es sogar auf dem Stadtplan, das "Rote Rathaus". In NRW müssen es am 30. August die Wähler entscheiden, wo und wieviele "rote Rathäuser" es geben wird. SPD-Landeschefin Hannelore Kraft setzt jetzt auf Kampfeswillen und hat jüngst vorgegeben: "Wir werden versuchen, alles zurückzuholen" - die zehn Rathäuser von den 23 NRW-Großstädten, in denen (mindestens) seit 2004 die CDU herrscht. Mal sehen, ob die Wähler da mitspielen.

 

Dabei gehen die Sozialdemokraten wohl nirgendwo sonst so konsequent ins Rennen, wie in Köln: Ihr OB-Kandidat heißt Roters, Jürgen Roters. Falls der ehemalige Kölner Regierungspräsident am 30. August das Rennen macht, dann bekäme die Domstadt also ein "Roters Rathaus". Frau Kraft würde es freuen.

 

Wenn man das Ergebnis der Europawahl zugrunde legt - das endgültige Wahlergebnis liegt seit wenigen Tagen vor - wird die politische Landkarte in NRW nach dem 30. August aber von der Farbe schwarz beherrscht. Und statt in zehn Großstädten wird die CDU in 16 Groß-Kommunen regieren. 

 

Da dürfte den Genossen eher schwarz vor Augen werden.

 
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