Nach der Wahl ist vor der Wahl: Im Straßenbild macht sich die Kommunalwahl gut zweieinhalb Monate vor dem Kampf um die Rathäuser in NRW noch nicht bemerkbar. Erst mal heißt es für die Parteien sowieso, ihre Europawahl-Plakate abzuräumen. Und bis Frank-Walter Steinmeier für die SPD wieder als Werbemotiv an den Straßenrändern auftaucht, sollte noch bis September dauern - er will ja Kanzler werden.
Plakate sind das eine – Information ist das andere. In Bonn ist jetzt eine interessante Initiative zur Kommunalwahl gestartet: Unter der Adresse www.obwahl-bonn.de stellen sich erstmals sämtliche Oberbürgermeister-Kandidaten einer NRW-Kommune auf einem gemeinsamen Internet-Portal vor. Ab dem 20. Juli soll das Ganze auch interaktiv werden – dann kann man die sechs Bonner Kandidaten direkt und online zu ihren Ansichten und Zielen befragen.
Fürs erste sind schon mal ihre Lebensläufe abrufbar, dazu Auskünfte, warum sie sich als künftiges Stadtoberhaupt bewerben. Und wer will, kann seine Menschenkenntnis testen: Welcher Kopf geht wohl für welche Partei an den Start? (Die leichteste Antwort ermöglicht da der Kandidat die Linkspartei…)
Das Portal, bei der auch der Verein „Mehr Demokratie“ mitwirkt, ist eine empfehlenswerte Initiative . Nachahmen erwünscht!





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