Na, das wird die SPD aber freuen. Anders als für die Bundestagswahl ist ihr für die Kommunalwahl kein Absturz vorausgesagt. Im Gegenteil. Gerade in den Großstädten, glaubt man einer WDR-Umfrage, wird die SPD auf jeden Fall den Chefsessel im Rathaus besetzen.
In den Räten dagegen wird die SPD kaum triumphieren, dort wird laut Umfrage vielmehr die CDU siegen. Ausnahme: Dortmund.
Wenn das alles so eintritt, was keinesfalls als sicher angesehen werden sollte, haben die Wähler sehr fein differenziert. Zwischen der Person, die Bürgermeister werden, und der Partei, die im Rat mehrheitlich vertreten sein soll. Das kann gut gehen, muss aber nicht. Ein Rat, der mehrheitlich gegen den Bürgermeister arbeitet, wird nicht immer zufriedenstellende Ergebnisse abliefern. Und ein absolut bunter Stadtrat wird kaum als entscheidungsfreudig in die Stadtgeschichte eingehen.
Alle Protestwähler sollten sich zudem über eines im Klaren sein: Durch den Wegfall der Stichwahl kann die Stimme für einen „kleinen“ Kandidaten massiv ins Gewicht fallen. Ich kenne etliche Leute, die 2004 noch im ersten Wahlgang einem solchen Kandidaten die Stimme gegeben haben, um ihren eigentlichen Kandidaten noch ein bisschen zittern zu lassen. Bis zum zweiten Wahlgang, bis zur Stichwahl. Dann haben sie ihr Kreuzchen doch beim Etablierten gemacht.
2009 wird dieses Spielchen zum Risiko...





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