Es scheint an der Zeit zu sein, dass ich mein neues Trainingsprogramm vermarkte. Der Bodenseemarathon hat gezeigt es klappt so. Am Donnerstag am Bodensee angekommen bei scheußlichem Wetter. Selbstverständlich erst einmal ein gutes Landgasthaus aufgesucht. Am Freitag wollten meine Mitreisenden noch einmal laufen. Ich dachte mir, du bist sowieso außer Form, es ist 4° C und es regnet. Da will man sich ja nicht den Tod holen. Stattdessen bin ich lieber ein wenig auf der Messe herumgeschlendert, Kaffee trinken gegangen und habe abends schön bei Freunden von uns gegessen und Wein getrunken. Am Samstag regnete es immer noch, etwas höher schneite es. Also bin ich mit meinem Mann herumgefahren, ein wenig shoppen gewesen und habe abends lecker in einem Langasthaus gegessen.
Am Sonntagmorgen strahlte die Sonne allerdings bei -2° . Super Organisation bei der Anfahrt und im Startbereich. Ich war sehr gespannt wie mein Lauf verlaufen würde. Ich bin schon monatelang nie mehr als 10 km gelaufen.
Also erwartete ich eine ziemliche Quälerei ab Kilometer 14/15. Um 11.11 Uhr begann der Lauf. Ich lief erst einmal relativ gemählich los. Der Lauf war wunderschön. Immer am Bodensee entlang, die schneebedeckten Berge im Hintergrund. Ich beschloss einfach mich nur auf die Landschaft und die Stimmung zu konzentrieren und das klappte auch gut. Bei Kilometer 5 die erste Verpflegungsstation: ein gigantisches Angebot (hier sollte ich später noch drunter zu leiden haben) Wasser, Tee, Pereton?, Powerrade in verschiedenen Sorten. Der Lauf ging weiter am See entlang. Bei Kilometer 10 bogen die Virtelmarathonis ab. Eine tolle Idee alle Strecken am selben Ziel ankommen zu lassen. Kurz nach dem Stadion traf ich Kerstin aus Herne.
Das Zusammenlaufen war sehr nett. Im Gespräch vergingen die Kilometer viel schneller. Leider bekam ich jetzt ein anderes Problem. Seit Kilometer 12 musste ich auf Klo. Die verschiedenen Getränke taten meinem Magen-Darm-Trakt offensichtlich nicht gut. Bei Kilometer 15 war nichts mehr zu machen.
Ich musste aufs Klo. Hier verann meine ordentliche Zeit. 4min Zeitverlust beim ersten Toilettengang.Leider musste ich hier auch Kerstin ziehen lassen. Bei Kilometer 16 überholte mich der erste Marathoni. Bei Kilometer 18 musste ich leider schon wieder die Toilette aufsuchen. Wieder 3 min Zeitverlust. Enttäuscht sah ich, dass ich bei Kilometer 19 bei 2:28 war. So ist er eben der Läufer- nie zufrieden. Die letzten Kilometer gingen noch völlig problemlos, keine Schmerzen. Immer noch bester Laune überquerte ich nach knapp 2.40 Stundendie Ziellinie.
Der Lauf war bis auf die Toilettengänge von der ersten bis zur letzten Minute
ein Genuss. Die Zielverpflegung war mit das Beste was ich bisher erlebt habe. Es gab:Nusshörnchen, Reiswaffeln, Wassermelone, Honigmelone, Apfelsinen, Äpfel, Bananen, Weizenbier (alkfrei), Tee, Wasser, Iso, Cola und noch vieles anderes.
Am nächsten Tag war ich vollkommen beschwerdefrei, keine Schmerzen, kein Muskelkater, keine Müdigkeit.
Fazit: Mit meinem Plan läuft man zwar nicht schneller, dafür glücklicher und dicker.





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