Gestern habe ich endlich das geschafft, was ich schon seit mehr als einem Jahr versuche: 5km unter 25 Minuten. Der RWW Ruhrauenlauf in Mülheim des TSV Viktoria war mir ja schon von 2slow2 empfohlen worden. Irgendwie habe ich das aber aufgrund von vielen anderen Verpflichtungen völlig aus den Augen verloren und die 5km für dieses Jahr schon praktisch abgehakt. Michael von den Ruhrrunnern hat mich gestern spontan aufgefordert mitzulaufen und er hat, wieder einmal, den Schrittmacher für mich gespielt. Glücklicherweise hatte ich in den letzten zwei Wochen ein paar Intervall- und Tempodauerläufe gemacht und war daher einigermassen vorbereitet.
Von Ruhrauenlauf selbst kann ich eigentlich wenig berichten: Nachmeldung, Warmlaufen, Rennen laufen, nach Hause fahren. Ich habe mir aber vorgenommen, nächstes Jahr wieder in Mülheim zu laufen, denn das Drumherum (Waffeln, Würstchen, Rutsche für die Kinder) sah nett aus, die sanitären Einrichtungen waren hervorragend und von der Strecke, die ich diesmal nur nebelhaft wahrgenommen habe, werde ich mir beim nächsten Mal mehr ansehen.
Mit voller Konzentration und der wieder einmal großartigen Begleitung von Michael standen am Schluss 24 Minuten und 23 Sekunden auf der Uhr. Ich bin rundum zufrieden! Damit ist die bisherige Bestzeit vom Tengelmannlauf 2010 um 1:13 unterboten.
Und etwas verspätet auch noch mein Jahresrückblick von Juni 2009 bis Mai 2010:
Zahlen und Fakten
- 1340 km (+41%)
- 134 Laufeinheiten (+4%, im ersten Jahr waren es 128, nicht 180, wie ich geschrieben hatte)
- 167 Stunden (+40%)
- Weitere 5 Kilo Körpergewicht verloren
- 22 Beiträge in diesem Blog verfasst
- 7 Wettkämpfe (2x5km, 2x10km, 1x15km, 1xHM, 1xM) mit vielen PBs
(zum Vergleich: Jahresrückblick 2009/2010)
Was waren die Highlights?
Kultur-Run, Marathon in Düsseldorf
Was war unangenehm?
Die sechs Wochen Laufpause nach dem Kultur-Run hätte ich mir gerne erspart.
Was war angenehm?
Ich war fit wie nie und gesund wie nie. Immer wieder muss ich mir in Erinnerung rufen, was für ein Sportmuffel ich war und wie oft ich z. B. Erkältungen, Bronchitis und Rückenschmerzen hatte. Natürlich ist das Laufen kein Wundermittel und meine körperlichen Schwachstellen muss ich im Auge behalten.
Und sonst?
Mit im Schnitt 111km pro Monat habe ich ungefähr das erreicht, was ich mir in der letzten Jahresbilanz vorgenommen hatte. Allerdings gab es große Schwankungen. Im Oktober bin ich praktisch gar nicht gelaufen, weil es meine Füße nicht zuließen. Der April war mit über 190km mein bisher stärkster Monat.
Ich habe gelernt, dass ich mich trainieren kann und dass ich Regenerationszeit brauche. Beides geht bei mir eher langsam. Das bedeutet, ein langsamer Aufbau im Training und eine lange Regeneration sind für mich wichtig, um gesund zu bleiben.
Und was kommt jetzt?
Die Wettkampfplanung für 2011 steht bald an. Die große Winterlaufserie in Duisburg, ein Marathon in Düsseldorf oder Köln, Tengelmannlauf, Onkolauf, Ruhrauenlauf und dann mal sehen. Und vom Rest des Jahres 2010 lasse ich mich einfach überraschen, so wie gestern.
Abgesehen vom gesund bleiben möchte ich die 10km in wenig mehr als 50 Minuten laufen (bisher PB 58:13), den Halbmarathon in wenig mehr als zwei Stunden (bisher PB 2:13:47) und natürlich den Marathon unter fünf Stunden. Das sind zwar ziemlich ehrgeizige Ziele, aber bei den 5km habe ich ja gesehen, was möglich ist: In genau zwei Jahren von 34:28 auf 24:23.





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