Gestern bin ich beim zweiten Lauf der Nike Winterlaufserie des ASV Duisburg 2010 über 15km gestartet.
Das Wetter hat sich von der besten winterlichen Seite gezeigt. In Essen lag zwar noch an vielen Stellen Schnee, in Duisburg waren die Wege aber schon wieder eisfrei und nur ein wenig matschig. Die Sonne lachte vom blauen Himmel. So weit, so schön. Fies war nur der eiskalte Wind, der den Läufern vor allem auf den letzten vier Kilometern entgegen wehte.
Mit dem negativen Split hat es bei mir diesmal wieder nicht geklappt: Die ersten drei Kilometer war ich ein wenig schneller als geplant, und zum Schluss, gegen den eisigen Wind, war ich froh, das Tempo halten zu können. Insgesamt war ich immerhin sehr konstant und konnte auf den letzen 1000m sogar noch ein bisschen Gas geben. Das sah beim ersten Lauf, vor vier Wochen über 10km, noch ganz anders aus.
Die widersprüchlichen Signale des Wetters riefen wohl auch bei einigen Läufern Verwirrung hervor: Von Damen, deren Erscheinungsbild an eine Burka gemahnte, bis hin zu Herren, die mit der Sonne wohl auch schon tropische Temperaturen erwarteten und mit leichten Shorts und luftigen Hemdchen dem Frost trotzten.
Auch bei der Verpflegung gab es einige Unterschiede. Der ASV bot nach 8,5km einen Stand mit Wasser an. Ich fand das für 15km auch vollkommen ausreichend; mehr als eine Mundspülung hätte ich bei der Belastung sowieso nicht verkraften können.
Der Läufer mit den zwei Gel-Päckchen im Gürtel und den zwei 0,3l-Flaschen voll dunkelbraunem Sportgetränk in den Händen hatte vielleicht noch mehr vor an diesem Tag. Ich hätte sonst keine Ahnung, wie man diese Menge Kohlenhydrate auf nur 15km Strecke ohne Rückfahrkarte in seinen Verdauungstrakt befördern könnte.
Ich habe meinen Durst lieber nach dem Zieleinlauf mit ein paar Bechern warmem Zitronentee gelöscht. Und wer Hunger hatte, konnte die Regeneration auch mit Kuchen beginnen.





0 Kommentar