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ROM Reise

Hallo....

im Moment läuft leider so einiges aus dem Ruder - wenig Zeit - aber für die ganz ungeduldigen ist hier schon einmal ein Bericht von Heinz-Peter.

Sorry aber ich schreibe auch noch selber was.

Gerd

ROM 2009

Der Reisebericht der Borbecker Raketen zum 15. Rom-Marathon von Heinz-Peter Kornapp

Es ist Mai 2008. Unser gemeinsamer Marathon in Wien ist Geschichte. Alle stellen sich, wenn auch zunächst noch ganz leise, die Frage: Was kommt im kommenden Jahr als nächstes gemeinsamesProjekt?

 

Wir treffen uns, wie so oft, in unserem inoffiziellen Stammlokal. Nach einem gemütlichen Essen undleichten Getränken, - wir sind schließlich alle Sportler oder fühlen uns zumindest als solche – kommen wir auf das Hauptthema des Abends. Es gilt, das nächste Projekt zu starten, den, besser unseren gemeinsamen Marathon 2009.

Es entbrennt eine heiße Diskussion, es gibt eine Reihe interessanter Vorschläge: Hamburg, Berlin, Frankfurt, Rom. Es kommt zur Abstimmung. Diejenigen, die gemeinsam nach Hamburg oder Berlin möchten, sind in der Unterzahl. Die Entscheidung fällt ziemlich eindeutig. Rom, das Zentrum der Antike und der zweitgrößten Weltreligion. Rom, die Hauptstadt Italiens. Rom, der Austragungsort unseres nächsten, gemeinsamen Laufprojektes. Wir, die Läuferinnen und Läufer der Borbecker Raketen sowie einer nicht unerheblichen Zahl an Begleitpersonen fahren 2009 zum 15. Rom-Marathon.

 

Toll, Raketen in Rom.

 

Sofort steigen wir in die Planung ein. Unser Chef-Organisator Georg Bruns – Chef, weil er alles immer so perfekt macht – beginnt zu recherchieren. Bereits im Juli 2008 sollen die Flüge gebucht werden. Die Frage lautet nun: Wer fliegt alles mit? Viele! Und es werden immer mehr. Schnell stehen 16 Aktive sowie deren Partnerinnen und Partner auf der Teilnehmerliste. Die Nachzügler werden später ihre Flüge allein buchen müssen. Georg Bruns, interner Name „Georg II“ (sprich „Georg Zwo“) ist in seinem Element. Schnell ist eine günstige Airline gefunden. Direktflug Düsseldorf-Rom-Düsseldorf, Samstag, 21.03.09 hin und Dienstag, 24.03.09 zurück, super, gebucht, das hätten wir. Nun noch ein Hotel finden, das wär’s dann. EIN Hotel für alle, das wäre super. 15 Doppelzimmer oder

vielleicht auch noch mehr. Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis soll es auch haben. Gar nicht so einfach. Georg II recherchiert und wäre findet schließlich DAS Hotel für uns. „Hotel delle Muse“ hat drei Sterne und liegt im Norden Roms. Der Internetauftritt ist auch ganz ordentlich. Jetzt heißt es nur warten, warten auf Rom. Alle sind voller Erwartungen. Im Herbst 2008 beginnt für die Aktiven das Training. Die Läufe werden immer intensiver und länger.

 

Im Januar 2009 werden unsere Direktflüge gestrichen, wir müssen in Frankfurt umsteigen. Mittlerweile haben wir Januar 2009. Die langen Läufe (ca. 35 km) simulieren den Endlauf mit seinen 42,195 km und finden mittlerweile wöchentlich statt, neben den beiden „kurzen“ Läufen von ungefähr 15 km. Zwei Wochen vor dem Marathon finden nur noch kleinere Trainingseinheiten statt. Ruhephase.

 

Zwei Tage vor dem Abflug tauscht man sich aus, es werden Fahrgemeinschaften zum Flughafen gebildet.

 

Samstag, 21. März 2009. Abflugtag. Wir treffen uns gegen 8 Uhr am Düsseldorfer Airport. Alle sind bester Laune und freuen sich auf die kommenden Tage. Das übliche Prozedere beginnt. Einchecken, Sicherheitskontrolle, Boarding, Abflug. Kapitän Blümlein und sein Airbus A310 bringt uns sicher nach Rom. Landung am Flughafen „Leonardo da Vinci“ in Rom nach Zwischenstopp in Frankfurt gegen 14 Uhr. Wolkenloser Himmel, kalter Wind. Georg II hat uns einen Bus gechartert, der uns gemeinsam direkt

vom Flughafen abholt und direkt zum Hotel bringt. Es hält, was uns versprochen wurde, prima! Nur kurz einchecken und dann los zum Messegelände. Hier müssen die Start-Unterlagen für den Lauf am Sonntag abgeholt werden. Fußmarsch von der U-Bahn zum Messegelände. Eiskalter Wind. Hoffentlich ist das morgen anders. Gegen 18 Uhr halten alle ihre Startunterlagen in den Händen. Es kann losgehen.

 

Sonntag, 22. März 2009, Marathon-Tag. Der wolkenlose Himmel ist geblieben, der kalte Wind ist verschwunden, nahezu ideales Laufwetter. Die Marathonis treffen sich gegen 7 Uhr zum Frühstück und fahren um 7.30 Uhr mit dem Linienbus zum Startpunkt am Kolosseum. Wir, die Nicht-Läufer, starten um 9 Uhr. Wir wollen unsere Raketen lautstark mit Anfeuerungsrufen unterstützen. Wir haben uns zwei Standorte ausgeguckt, an denen wir relativ nahe an die Laufstrecke kommen und unsere Leute anfeuern wollen. Da die halbe Innenstadt für den Lauf gesperrt ist, beginnt auch für uns ein Lauf „zum Marathon“. Wir haben unseren ersten Standort an der Via di San Marco erreicht. Hier, bei km 36

müssten unsere Raketen-Spitze in etwa einer halben Stunde vorbeikommen. Dann dauert es ungefähr weitere 1,5 Stunden, bis der Letzte von uns (quasi der „Raketen-Nachbrenner“) die Stelle passiert. Wie erwartet sind Marcel und Markus die ersten Raketen, die diesen Ort passieren. Sie streben eine Laufzeit um die 3,5 Stunden an. Am Ende werden es 3:25 h sein. Die ersten neonorangenen Laufshirts tauchen auf. Wir rufen, schreien, rasseln, was das Zeug hält und übertreffen dabei die temperamentvollen Italiener am Rande der Strecke problemlos. Unsere Marathonis freuen sich, endlich bekannte Gesichter zu sehen und Unterstützung zu erfahren. Der ein oder andere

hinterlässt überflüssigen Ballast wir leere Trinkflaschen bei uns. Der Fantrupp setzt sich in Bewegung zum nächsten Standort an der Piazza Venezia. Für uns sind es

nur wenige Meter, die Läufer sind bis dahin eine Schleife von weiteren 5 km gelaufen. Wieder wird die Strecke beobachtet und, sobald Orange erscheint, Krach geschlagen, was das Zeug hält. Wir wollen anschließend zum Ziel, um unseren Marathonis zu gratulieren. Aber es ist kein Durchkommen. Ganz Rom scheint auf den Beinen zu sein. Der Zielbereich ist gesperrt. No way! Also rufen wir per Handy an und erfahren, dass alle Borbecker Raketen nach 42,195 Kilometern ins Ziel gekommen sind. Tolle Leistung, auch wenn wir selber nicht gelaufen sind, sind wir stolz! Wir entscheiden uns, zum Hotel zurück zu fahren. Auch die Läufer wollen direkt zurück. Also beschließen wir, uns im Café nahe dem Hotel zu treffen. Dort besprechen wir kurz das Abendprogramm und dann

geht jeder auf sein Zimmer, die Fans, um zu pflegen, und die Läufer, um gepflegt zu werden.

 

Um 19 Uhr ist dann Abfahrt nach Trastevere, dort wollen wir typisch italienisch essen: Pizza, Pasta,Steaks. Und jede Menge Wein, schließlich gibt es die erfolgreiche Teilnahme am Rom-Marathon zu feiern. Der letzte Bus bringt uns am Abend zurück zum Hotel.

 

Für den frühen Montagmorgen hat Georg II eine Stadtführung für uns gebucht. Die Dame heißt Soniaund wird uns von 9 bis 17 Uhr zu Fuß (welch eine Ironie) durch Rom führen. Sie hat Angst, das Tempo nicht mithalten zu können, es sind ja schließlich Läufer, denen sie Rom zeigt. Doch es kommt anders. Da doch die eine oder andere Blase quält, wird nur ein Spaziergang draus. Und Sonia ist zufrieden. Wir haben einen traumhaften Tag mit Sonne pur, 19 Grad und Rom liegt uns zu Füßen. Wir starten am Kolosseum und arbeiten uns durch Rom bis in den Vatikan. Als wir nach 17 Uhr Sonia

verabschieden, sind wir alle einer Meinung: Welche eine Stadt!

 

Der Dienstag steht ganz im Zeichen der Abreise. Bis zum Mittag macht jeder, was er mag: Shoppen, Dolche Vita im Cafe, relaxen. Um 12.15 Uhr holt uns der Bus ab und fährt uns zum Flughafen. Um 14 Uhr hebt der Flieger Richtung Frankfurt ab. Umsteigen in den Flieger nach Düsseldorf. Gegen 18 Uhr sind wir wieder in heimischen Gefilden.

Es ist März 2009. Unser gemeinsamer Marathon in Rom ist Geschichte. Alle stellen sich, wenn auch zunächst noch ganz leise, die Frage: Was kommt im kommenden Jahr als nächstes gemeinsames Projekt? Es könnte Frankreich sein.

 

Der Médoc-Marathon ist außergewöhnlich, wir werden sehen.

 

 

Ergebnisse der Borbecker Raketen:

Pillich, Uwe 3:24:03

Teschendorf, Marcel 03:25:24

Steffen, Markus 03:25:25

Killius, Klaus 03:28:25

Bruns, Klaudia 03:52:57

Auth, Rüdiger 03:58:37

Kornapp, Claudia 04:02:33

Gründges, Karin 04:15:24

Kloes, Rainer 4:21:30

Louwen, Christian 4:25:16

Gödde, Thomas 04:31:04

Schäfer, Gerd 04:31:05

Böhnke, Brigitte 04:34:56

Wilke, Sigrid 04:40:01

Liebisch, Thomas 04:43:57

Bahrenberg, Daniel 5:55:57

 
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