Schon wieder fast zwei Wochen ist es her, dass ich beim Onkolauf 2009 gestartet bin. Im letzten Jahr waren die 5km beim Onkolauf („Laufen für das Leben“) mein erster Laufwettbewerb überhaupt und ein unvergessliches persönliches Erlebnis. Dieses Mal war es mein erster Wettbewerb im Trikot der Betriebssportgemeinschaft WAZ. Auch dieses Jahr hatte ich tolle Begleitung; Michael von den Ruhrrunnern, der im 2,5km Lauf zuvor den 3. Platz der Gesamtwertung errungen hat.
Mein Jahresziel von 5km unter 25 Minuten konnte ich nicht mehr erreichen, das war klar. Auf eine kleine Verbesserung gegenüber dem Tengelmannlauf im Juni hatte ich schon gehofft, doch die Berg- und Talbahn in der Gruga bereitete mir etwas Sorgen. Nach dem Start mussten wir erst mal Slalom laufen, um aus dem Pulk heraus zu kommen. Danach liefen die ersten zwei Kilometer sehr gut, aber auch sehr schnell. Michael gab mir gute Tipps und korrigierte meinen Laufstil. Doch vor der zweiten Runde merkte ich, dass die Kräfte schon ziemlich erschöpft waren. Mit etwas Zuspruch von Michael quälte ich mich noch einmal an den Eulen vorbei und hinauf zum Streichelzoo. So eine sanfte Steigung kann einem wie ein Gebirge vorkommen.
Michael fand jetzt, für mich völlig unbegreiflich, immer noch ganz ruhig die richtigen Worte und Tipps, so dass ich auch über die Seitenstiche und Magenschmerzen hinweg kam und den Gedanken aufgab, mich für den Rest des Tages auf die Wiese zu legen. Und dann kommt der wundervolle Augenblick, wenn man in den Zielbereich einläuft, die Zuschauer einem zujubeln (zumindest glaubt man das), und irgendwo her kommt noch ein bisschen Kraft, um zumindest die Illusion eines Schlussspurts zu erzeugen.
Leider hatte ich beim Zieleinlauf vergessen, die Stoppuhr zu bedienen. Michael sagte, die Zeit sei 25:40 gewesen, aber das konnte ich nicht so richtig glauben. Also habe ich die nächsten Tage fieberhaft auf die Ergebnislisten gewartet. Und doch, mehr als eine Minute schneller als beim Tengelmannlauf, das Ergebnis stimmte.
Von hier aus nochmal ein großes Dankeschön an Michael, denn ohne Begleitung wäre ich niemals so schnell gelaufen. Ich habe mal wieder etwas gelernt über mich: So habe ich mich vermutlich seit der Schulzeit nicht mehr verausgabt. Und ich hätte nicht gedacht, dass das noch geht.
Für dieses Jahr bin ich mit den 5km durch, auch wenn das Ziel nicht ganz erreicht ist. Vielleicht gehe ich die letzten 40 Sekunden im nächsten Jahr noch einmal an, vielleicht aber auch nicht. Als nächstes stehen erst einmal 10km in Bertlich am 27. September an, denn die möchte ich unter 60 Minuten schaffen. Und falls das klappt, wäre noch ein Halbmarathon beim Blumensaatlauf am Baldeneysee drin. Dafür gibt es aber keine Zeitvorgaben.





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