Ich höre beim Laufen normalerweise keine Musik, sondern geniesse die Stille, die Geräusche in der Umgebung und höre auf meinen eigenen Rhythmus. Jetzt habe ich doch mal eine Ausnahme gemacht, und zwar für Chris, den Podcast-Trainer von jogmap. Laufschule und „ABC des perfekten Laufens”, das hörte sich für einen Anfänger wie mich gut an, denn von Technik habe ich noch keine Ahnung.
Also setze ich meine Ohrenwärmer auf und laufe los. Im ICE gehe ich mit meinen Kopfhörern vielleicht gerade noch als Geniesser durch. Beim Laufen sehe ich wohl eher wie ein Freak aus, zumindest habe ich das in den Blicken von Passanten und Autofahrern erkennen können. Aber ich konnte Ohrstöpsel eben noch nie leiden.
Nach 10 Minuten warmlaufen, mit 2 Minuten Steigerung zum Schluss, kommt für mich überraschend erst einmal eine kurze Dehnphase. Das habe ich bisher noch nicht gemacht, vielleicht werde ich es mir aber angewöhnen, denn es war ein gutes Gefühl.
Danach geht die Laufschule los. Schon bei der ersten Übung merke ich, dass ich noch einiges verbessern kann: Aufrecht laufen, Schultern leicht nach hinten, Hüfte nach vorne, Körperspannung. Danach geht es weiter: Armschwung, verschiedene Laufübungen, zum Schluß die Vorführphase.
Vorführphase? Mit Publikum?
Vorgeführt kam ich mir ohnehin schon vor, denn ein paar der Spaziergänger werden sich schon gefragt haben, warum ich schnaufend und trippelnd herumspringe, dabei kaum zehn Meter weit komme, um anschließend rückwärts zu laufen.
Ach so, es geht darum, den Fuß nach vorne zu führen. Dabei soll laut Chris die Ferse nicht über Kniehöhe kommen, um möglichst effizient zu laufen. Das habe ich im Netz auch schon anders gelesen: Ein starkes Anfersen sei Kriterium einer guten Lauftechnik. Vermutlich ist es wie so oft: Zwei Experten, drei Meinungen.
Über die Musik im Podcast kann man geteilter Meinung sein, mich hat sie jedenfalls nicht gestört. Da ich die Kopfhörer dann schon mal aufhatte, habe ich mir für den Rückweg doch lieber meine Lieblingsmusik vom iTunes Genius vorspielen lassen.
Insgesamt fand ich das Training mit dem Trainings-Podcast gut. Ich glaube, ich kann davon profitieren und werde das sicher nochmal wiederholen.





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