Zum Laufen stehe ich oft schon um 5 Uhr auf. Morgens! Das kann ich eigentlich gar nicht leiden. Dann geht es raus, auch wenn das Wetter mies ist und man eigentlich keinen Hund vor die Tür jagen würde.
Der sportbedingte Gewichtsverlust der letzten zwei Jahre hat die Falten in meinem Gesicht tiefer werden lassen. Die halbe Garderobe passt mir nicht mehr. Ich habe keinen Spaß am Klamotten kaufen.
Bei Wettkämpfen, wie zuletzt bei den 15km in Duisburg, komme ich bei den letzten 10% der Läufer an. Trotzdem sehe ich nach dem Rennen eine Altersklasse älter aus. Bei den Zeiten, die ich laufe, gewänne ich nicht einmal in der Altersklasse W75 einen Blumentopf.
Abends verzichte ich meistens auf ein Bier, wenn ich mit Freunden oder Kollegen ausgehe. Statt dessen gibt es Mineralwasser. Wenn ich überhaupt ausgehe und statt dessen nicht noch eine Trainingseinheit nachhole.
Au weia, eine Sinnkrise? — Nein!
Ich freue mich auf den Halbmarathon, den ich gleich in Duisburg laufen werde. Wenn es regnet, kann ich die Abkühlung genießen. Natürlich wird es am Schluss weh tun; auch das Training war nicht immer nur schön. Aber meistens fühlt es sich einfach nur richtig gut an.
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