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Happyend

Ich laufe wieder und zwar ziemlich regelmäßig. Diese Woche hatte ich zwar mal zur Abwechslung Knie und Rücken, aber schon besser als Infekte. Es soll auch laut meinem Orthopäden nix Ernstes sein und vor allem es soll durch Laufen zu heilen sein.

Nun es wird auch Zeit. Noch 50 Tage und ich will das Happyend des Karstadt Mrathons sein. Ich mache ja inzwischen aus meiner Langsamkeit eine Tugend. Warum soll ich mich immer so stressen. Also bin ich jetzt Schlussläuferin, ganz offiziell. Ein gemütlicher Lauf mit nettem Kostüm ganz hinten. Kleiner Nachteil: auch ganz hinten muss man 42, 195 km laufen. Auch für 6 Stunden Marathons muss man trainieren. Man muss lange Läufe machen. Ab nächste Woche gibt es kein Erbarmen mehr. Da werden jede Woche mindestens 50 km gelaufen. Letzte Woche habe ich erst einmal das hinten laufen trainiert. In Dinslaken ein 10km Lauf mit Zielschluss 1:10min. Meine Nettozeit betrug 1:06 (gab allerdings nur Bruttozeit, die war 1:08) also gar nicht schlecht für mich. Aber das Publikum hatte sehr mitleidig und aufmunterte Worte. Das ich aber sehr tapfer sei, dass ich so langsam 10km laufen würde. Meine Polar zeigte hinterher einen Schnitt von 6:33 min an. Ich fand das eigentlich fast pfeilschnell. Na ja am 17 Mai werde ich dann

wohl 42 km mitleidige Worte hören und dann aber hoffendlich mit gebührender Bewunderung von meinen drei Schülerstaffeln und meiner Laufgruppe im Ziel empfangen

werden. Mein Mann dagegen wird wahrscheinlich wieder über seinen Popo klagen, weil er mich so lange und langsam mit dem Rad begelitet hat.

 
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