Ich habe lange nichts mehr geschrieben, weil seit Februar eigentlich nichts Aufregendes mehr passiert ist. Das Training lief mehr oder weniger gut und besondere Vorkommnisse gab es nicht. Allerdings hatte ich auch das Gefühl, keine Fortschritte mehr zu machen: Langsame Läufe klappten einfach nicht, weil der Puls immer zu hoch war, aber schneller bin ich deswegen auch nicht geworden.
Ich bin für den Karstadt Halbmarathon am 17. Mai gemeldet, d. h. mein Trainingsplan sieht natürlich lange und langsame Läufe vor. Eine dieser Trainingseinheiten wollte ich bei der „Generalprobe“ der „Zornigen Ameisen“ absolvieren. Man kann es nicht oft genug sagen: Das war wirklich ein tolles Ereignis.
Natürlich habe ich mich zu der Gruppe gesellt, die ein Tempo von 7:30 min/km laufen wollte, denn es ging ja schliesslich um Training. Aber wie so oft in der letzten Zeit hat es mit dem langsamen Tempo bei mir nicht geklappt, so dass ich mich bald alleine in Sichtweite der nächsten Gruppe befand. Nach und nach habe ich dann aufgeholt zur Gruppe mit Gerd und Yogi, die ein Tempo von 6:45 min/km liefen. Das war für ein Training über 17 km eindeutig zu schnell für mich, zumal ich noch nie über diese Distanz gelaufen bin. Dennoch klappte es bis kurz vor Schluss gut und die Gruppe hat mich dann über die letzten 2 km getragen*, so das ich glücklich an der Jahrhunderthalle in Bochum angekommen bin.
Ob es Yogis Lauf-Virus ist, der mich infiziert hat oder ob ich dieses harte Training gebraucht habe, es läuft seitdem wieder super: Intervalle mit Freude, lange langsame Läufe mit ruhigem Puls zum Geniessen und als Krönung ein ruhiger Lauf von über 20 km quer durch Essen mit meinem Laufguru, bergauf und bergab und zu meiner größten Überraschung im angestrebten Renntempo.
Der Halbmarathon kann kommen!
*Ich bin der mit dem gequälten Blick.





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