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Zeitnotduell

 

Wie angekündigt spielte am Wochenende die Schachbundesliga. Der Tabellenführer OSC Baden-Baden gewann seine Kämpfe gegen Solingen und Wattenscheid und hat sich bei fünf Punkten Vorsprung schon sechs Spieltage vor Schluss praktisch den Titel gesichert. Die Liga bleibt trotzdem spannend, denn ein Großteil der Teams kämpft weiterhin gegen den Abstieg.

Auf der Seite des deutschen Schachbundes kann man die Ergebnisse vom Samstag undSonntag nebst Tabelle einsehen.

Der Bundesligist Essen-Katernberg, dem ich angehöre, trat in Erfurt gegen Bindlach und den Gastgeber aus Thüringen an. Während wir uns am Samstag gegen die nominell deutlich überlegenen Oberfranken achtbar aus der Affäre zogen und knapp verloren, hatten wir am Sonntag das Glück des Tüchtigen und gewannen gegen den Gastgeber. Auf Platz neun liegend, vier Mannschaften steigen ab, dürfen wir uns nun berechtigte Hoffnungen machen, die Essener Farben auch im nächsten Jahr in der Bundesliga zu vertreten.

Erfreulich auch das Abschneiden unseres Reisepartners SV Mülheim Nord. Trotz einer Niederlage gegen Bindlach liegen die Nordler auf Platz zwei der Tabelle und peilen die Vizemeisterschaft an. Am 08./09. März werden sie gewohnt professionell ihre Heimkämpfe organisieren, worauf ich an geeigneter Stelle noch mal hinweisen werde.

Ein kleines Highlight zum Abschluss. Im Kampf gegen Bindlach trat der zur Zeit stärkste Essener Spieler Sebastian Siebrecht gegen Falko Bindrich an. Falko ist eines der größten deutschen Talente und mit 17 Jahren der jüngste Großmeister dieses Landes. In ihrer Partie geschah lange Zeit wenig bis nichts, aber Remis machen wollten sie wohl auch nicht.

Nach knapp sechs Stunden Spielzeit hatte sich Sebastian dann doch im entscheidenden Vorteil erspielt. Er musste in einem Damenendspiel nur noch seinen Mehrbauern verwerten. Das Problem: Er hatte kaum mehr als eine Minute für den Rest der Partie. Falko erging es zeitlich auch nicht viel besser und so boten die beiden, nachdem der Kampf schon entschieden war, den Zuschauern noch eine ansehnliche Blitzshow.

Wie die Partie letztendlich ausging, kann im Videobeitrag nachverfolgt werden. Außerdem gab der Essener Sunnyboy nach der Partie ganz spontan noch ein Statement ab, was den Zuschauern nicht vorenthalten werden soll.

 
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