Bei der Durchsicht aktueller Partien hat mir die folgende besonders gefallen. Weiß führte einen schönen Angriff gegen den gegnerischen König durch: Er opferte Bauern, um Linien zum gegnerischen König zu öffnen, opferte einiges Material und setzte den Gegner Matt. Hört sich sehr einfach an, ist es aber nicht. Beide Spieler begingen nämlich einige Ungenauigkeiten, doch das Beispiel zeigt lehrbuchmäßig klassische Prinzipien bei entgegengesetzten Rochaden.
Genocchio,Daniele (2445) - Frolyanov,Dmitry (2559)
Festival Internazionale Brescia Desenzano (9.7), 14.06.2009
Stellung nach 15...Da5:
Genocchio,Daniele (2445) - Frolyanov,Dmitry (2559)
Festival Internazionale Brescia Desenzano (9.7), 14.06.2009
Stellung nach 15...Da5:
Strukturell sieht die weiße Stellung nicht besonders toll aus, aber dank der entgegengesetzten Rochaden besitzt die Stellung einige Dynamik. 16.g5! Weiß möchte die Linien zum schwarzen König öffnen. 16...hxg5 17.h4! Weiß schreckt nicht vor einem weiteren Bauernopfer zurück, um seinem Ziel, dem gegnerischen König, näher zu kommen. 17...gxh4? Schwarz hätte mit 17...Se5 18.hxg5 Td8 das Bauernopfer verschmähen und im Zentrum entgegen halten sollen. Die Stellung ist unklar. 18.Tdg1 Se5 19.c5! Sg6
24.Txh4+! Lh7 24...gxh4 25.Dh6+ Lh7 26.Lxg7# 25.Sxg5 und Schwarz gab auf, da er die gegnerischen Drohungen gegen seinen König nicht parieren kann. 1-0







