Ich weiß nicht, ob ich schon mal darüber geschrieben habe, aber jetzt ist der richtige Moment. Schach bzw. die Partien werden inzwischen von fast allen Turnieren live im Netz übertragen. Das ist schön, das ist gut. Was meiner Meinung nach aber sehr amateurhaft ist, ist die Live-Kommentierung der Partien. Amateurhaft natürlich nicht in dem Sinne, dass fachlich falsch kommentiert wird, sondern dass kaum Emotionen oder Begeisterung transportiert werden. Auch wenn es so aussieht, Schach ist alles Andere als still. Was während einer Partie in einem Spieler vorgeht, ist vielleicht mit Achterbahn der Gefühle ganz gut beschrieben, und genau diese Achterbahnfahrt sollte auch ein Kommentator versuchen aufzugreifen. Die fachliche Kompetenz ist i. d. R. ja vorhanden, aber häufig fehlt einfach...ich nenne es mal Esprit. Nicht umsonst schlaf ich immer ein, das ist natürlich ein wenig übertrieben, wenn ich mir die Kommentierung bei Turnieren anhöre. Viel zu dröge. Ich sach es mal ganz deutlich. Der Helmut-Pfleger-Stil hat sich abgenutzt.
Schaut euch einfach mal, auch wenn ihr von dem Spiel keine Ahnung habt, diesen Kommentator an. Neben Live-Casten kommentiert er auch verschiedene Spiele auf seinem YouTube-Channel. Er ist keine Ausnahme. In der E-Sports-Szene sind die Moderatoren/Kommentatoren alle so drauf. So eine Begeisterung würde ich mir auch mal beim Schach wünschen. In diesem Sinne hoffe ich, dass ich am kommenden Montag einen guten Auftritt haben werde. Mit GM Sebastian Siebrecht, der in der Schachbundesliga für die SF Katernberg spielt, werde ich in den Studios von Chessbase das Bundesligawochenende Revue passieren lassen. Ab 17.00 live auf dem Fritzserver. Das Video wird im Nachgang auf der Website der Schachbundesliga veröffentlicht.
Ein wenig mehr Emotionen bitte
von GeorgiosSouleidis am 10.11.2010, 0 Kommentar, Permalink, Trackback URL





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