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Asche auf mein lichtes Haupt

Die isländische Lava-Brühe ist gerade dabei die WM-Planung gehörig durcheinanderzuwirbeln. Wie allseits bekannt sitzt Anand seit Tagen in Frankfurt fest und hat eine dreitätige Verschiebung des WM-Beginns gefordert. Hier der gesamte bis dato veröffentlichte Briefwechsel mit der bulgarischen Schachföderation, die als Ausrichter fungiert und sich wenig "amused" über eine Verlegung zeigt. Aus meiner Sicht sind die geäußerten Gründe nachvollziehbar und ehrlich gesagt, kann ich nicht daran glauben, dass es für einen Schachweltmeister trotz der desaströsen Verhältnisse im Fernverkehr nicht möglich sein soll einen Luxusschlitten zu besorgen, der ihn nebst Crew "just in time" nach Sofia beordert. Jetzt vergeht die Zeit und wahrscheinlich wird es in den nächsten Tagen gehörig Publicity zu dieser Schach-WM geben, allerdings mal wieder nicht durch Ereignisse am Brett hervorgerufen.

 

Problematisch wird die Situation auch langsam für alle Medienschaffenden, die zur WM wollen. Ich hatte vor, die zweite Hälfte des Matches in Sofia zu weilen, doch jetzt bin ich mir nicht sicher, dass das überhaupt was wird. Einem heutigen Zeitungsbericht zufolge - ich habe mir zum x-sten Male ein kostenloses zweiwöchiges Probeabo der WAZ aufschwatzen lassen - kann es sogar sein, dass der Eyjafjallajökull noch Monate Asche spuckt. Na dann kann ich wohl froh sein, wenn ich im Juli nach Griechenland fliegen kann.

 

PS: Übrigens haben zwei Kollegen hier ein Blog zur Schach-WM begonnen.

 
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