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Tony Marshall: Für fünf Mark war er zu haben!

Schlagersänger Tony Marshall (73) ist eine wahre Stimmungskanone und er ist immer fröhlich. In den seltenen ruhigen Momenten denkt er gerne zusammen mit seiner Frau Gabriele (72) an früher. Schmunzelnd erinnert sich Tony an die ersten Gehversuche als Sänger. „Ich stehe seit 56 Jahre auf der Bühne! Auf dem Pennäler-Ball 1955 habe ich für fünf Deutsche Mark gesungen und konnte davon dann drei Mal ins Kino gehen sowie zwei große Portionen Eis kaufen.“ So hat es dann auch mit seiner damaligen Freundin und jetzigen Frau geklappt, er hat sie einfach vom verdienten Geld ins Kino eingeladen. Die Goldene Hochzeit feiern die beiden übrigens im Juni 2012, natürlich wird er seiner Frau dann ein kleines Ständchen singen.

Dass der Baden-Badener gerne und viel singt, gibt er sofort zu. Deshalb kann er sich auch ein Leben ohne seine geliebte Musik nicht vorstellen. Zwei Wochen ohne klangvolle Töne? Unvorstellbar! Nachdenklich sagt er: „Ich spiele insgesamt sieben Instrumente und mit meinen 73 Jahren habe ich alles erreicht, ich bin ein rundum zufriedener Mensch.“ Und dennoch hat er Ziele, so will er im kommenden Jahr wieder auf die große Bühne, aber dieses Mal auch als Schauspieler: „Nächstes Jahr spiele ich den Alfred Doolittle in ‚My fair Lady‘ in  Freilichtaufführungen in Altusried im Allgäu und in Achern bei Baden-Baden.“

Schauspieler, Sänger, Entertainer – hat er da überhaupt noch ausreichend Zeit für seine drei Kinder, fünf Enkelkinder – und vor allem für seine Frau Gabriele? Aber sicher! Der vielbeschäftigte Mann gibt einen kleinen Einblick in sein Privatleben: „Ich singe meinen Enkelkindern gerne etwas vor, aber bei ganz modernen Titeln muss ich passen.“ Er lacht laut. Nein, Songs von Lady Gaga, Christina Aguilera oder Katy Perry hat er nicht im Repertoire, dafür viele Klassiker und natürlich bekannte Kinderlieder. Mit Schlagern wie ‚Schöne Maid‘ sorgt er zwar für gute Laune, doch sein Herz hängt an der Oper, verrät er. Deshalb kann es auch ganz schnell vorkommen, dass aus einem normalen Interview eine Kostprobe seines Könnens wird! Mal ein kurzer Satz, dann zitiert er wieder aus einer Oper oder einem anderen bekannten Lied. Und manchmal kommt bei ihm auch der Spaßvogel durch und er imitiert begeistert Kollegen.

Was genau er singt und wen er imitiert, das steht in der nächsten ECHO DER FRAU. Sie erscheint am Mittwoch, 11. Mai 2011.

Foto: imago

 
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