Das aktuelle Wetter NRW 22°C

Peter Kraus: Staub - sein ultimativer Styling-Tipp!

Die Fünfzigerjahre hat Peter Kraus mehr als verinnerlicht – es ist sein Jahrzehnt! Der Sänger lässt auch jetzt, mit 72 Jahren, noch so seine Hüfte kreisen, als sei er knackige 20. Und die weiblichen Fans liegen ihm noch immer genauso zu Füßen. Seine Augen blitzen und sein Lachen ist herzlich, als er von der Zeit in den 1950ern redet: „Es ist meine Jugendmusik, die mich begeistert. Man bleibt irgendwann immer an der Musik hängen, mit der man groß geworden ist. Ich höre am liebsten die alten Haudegen, so wie Tom Jones, Elton John, Rod Stewart – oder mich!“ 

Schon als er 17 Jahre jung war, schwärmten tausende Mädels für den schlaksigen Blonden mit den strahlenden Augen. Seine Frisur saß, trotz wilder Rock’n’Roll-Einlagen, immer perfekt. Lachend erinnert sich Peter Kraus daran zurück, wie er dafür gesorgt hat: „Damals hat man Brillantine genommen und damit die Haare gestylt. Ich habe es aber anders gemacht. Ich bin mit offenem Auto gefahren. Der Staub, der sich so in die Haare gesetzt hat und zusätzlich etwas Wasser, haben das Styling bombenfest gemacht. Und durch den Staub sahen meine  Haare immer dunkler aus, als sie eigentlich waren. Denn sie waren nie sauber!“ Verrät der Sänger augenzwinkernd seinen ultimativen Styling-Tipp.

Der schnelle Erfolg als Teeanger war alles andere als geplant. „Ich hatte mich an der Schauspielschule angemeldet, musste diese dann verlassen, weil meine Karriere startete“, erinnert er sich an die aufregende Zeit zurück. Erst, während er schon als Schauspieler (unter anderem in Filmen wie „Alle lieben Peter“, 1959) und als Sänger („Tutti Frutti“, 1956) tätig war, habe er den Beruf begriffen.  „Ja, das war damals schon eine anstrengende Zeit“, gibt er offen zu. Denn nichts ist ihm zugefallen, alles musste er sich hart erarbeiten: „Alles, was ich gemacht habe, musste ich durchsetzen. Und das erging anderen Künstlern, wie zum Beispiel Elvis Presley, genauso. Man musste für seinen Erfolg kämpfen und auch dafür kämpfen, dass wir Jugendlichen unsere Meinung sagen durften. Dass der erhobene Zeigefinger der Eltern verschwindet. Man musste den Jugendlichen Mut machen und ihnen sagen: ‚Wir haben eine eigene Musik!’.“

Doch das alles hat ihn auch geprägt. „Vor allem der übermäßige Erfolg. Es war in der damaligen Zeit etwas Außergewöhnliches, dass ein junger Mensch mit 16 Jahren über Nacht so einen riesigen Erfolg hat. Es war wichtig, diese Zeit durchzustehen und nicht durchzudrehen. Ich habe mich am Anfang völlig auf meinen Produzenten und meinen Vater verlassen.“ Das habe sich im Laufe der Jahre allerdings stark geändert. „Inzwischen mache ich fast alles selber“, erzählt er.

Trotz seines Alters, ausruhen kommt für den Rock’n’Roll-Sänger nicht infrage. Nächstes Jahr geht er wieder auf große Tour. Und auch ein neues Buch hat er geschrieben. In „Für immer jung“ (ab Oktober 2011 im Handel) erzählt er Geschichten aus seinem spannenden Leben. „Wie ich denke, was ich ablehne, was ich gut finde und wie ich mich durch das ganze Leben geschlagen habe – ich hoffe, dass es ein unterhaltsames Buch ist. Und ich zeige nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, was die Leute machen sollen und was nicht. Im Gegenteil, zwischen den Zeilen sind ganz viele Tipps versteckt“, verspricht er geheimnisvoll.

Wie Peter Kraus seine Frau Ingrid glücklich macht, verrät er in der nächsten ECHO DER FRAU. Sie erscheint am Mittwoch, 27. Juli 2011.
Foto: imago

 
Diesen Artikel bookmarken?

0 Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist:
http://www.derwesten.de/services/trackbacks/blogs/6013438/create

0 Kommentar