Der Starnberger See im Sommer – ein schönes Fleckchen Erde! Das Wasser glitzert, die Bäume spenden kühlen Schatten. Man könnte fast denken, es sei idyllisch hier. Aber auch nur fast. Ein Holzhäuschen, schick herausgeputzt und direkt am Wasser, ist der Mittelpunkt an diesem Tag. Denn die Dreharbeiten der neuen Staffel von „Forsthaus Falkenau“ an neuer Stätte beginnen.
Doch den Drehplatz zu finden, gestaltet sich schon schwierig. Mit der S-Bahn von München zum Starnberger See? Fehlanzeige, ein Stellwerksschaden, nichts fährt. Also schnell ins Auto gesprungen und - ab in den nächsten Stau! Klasse, wieso kann nicht einfach mal etwas klappen? Ich füge mich meinem Schicksal, rolle langsam vorwärts und komme mit unheimlich viel Verspätung in Starnberg an. Dort wartet schon das nächste Problem auf mich: wo nur parken? Ich kurve herum, relativ planlos. Doch plötzlich finde ich in einer Seitenstraße eine Mini-Parklücke, mit etwas Geschick passt der Wagen dort hinein. Nach endlosen Minuten des Kurbelns steht er. Endlich!
Schwitzend, ob des Kurbelns und auch des heißen Sommerwetters, suche ich den Treffpunkt am Bahnhof. Doch niemand ist da! Was nun? Des Rätsels Lösung: es gibt einen Shuttlebus zum Drehort. Okay, ich warte – wieder einmal. Eine halbe Stunde später bin ich endlich am schnuckeligen Holzhäuschen angelangt – der Weg mit dem Shuttlebus dauerte übrigens nur vier Minuten…
Dort ist es hektisch, die Schauspieler warten im Schatten auf die Dinge, die auf sie zukommen werden. Das Team baut auf, schleppt Kameras, Kartons und Scheinwerfer von A nach B und die Hundetrainerin übt mit Pudelpointerjagdhündin Sina apportieren.
Müde Gesichter, wohin man blickt. Die knapp 35 Grad im Schatten schlauchen. Es gibt keinen vor Ort, der nicht mit irgendetwas versucht, sich kühle Luft zuzufächeln. Zwecklos. Es ist einfach zu heiß. Attraktivität ist eine Sache der Sichtweise. Für mich ist in diesem Moment ein Flasche lauwarmes Mineralwasser unheimlich attraktiv. Durstig trinke ich das warme Gesöff.
Die Gesichter der Schauspieler sind abgepudert, der erste Schauplatz für den Dreh aufgebaut. Endlich kann ich die Interviews führen. Da aber auch gedreht werden muss, ist für die Gespräche nicht so viel Zeit. Hauptdarsteller Hardy Krüger Jr. (44) muss schnell weiter. Wie geht es im „Forsthaus“ denn nun weiter? Er ruft lachend im Weggehen: „Es kommt in der Serie immer anders, als man denkt“ Wie wahr, wie wahr…
Der Set-Besuch ist vorbei. Mit dem Shuttle geht es zurück zum Starnberger Bahnhof. Aber, wo stand noch mal mein Auto?!
Wie es am Set von „Forsthaus Falkenau“ aussieht und warum Hardy Krüger Jr. im „Forsthaus“ alles zu viel wird, steht in der nächsten ECHO DER FRAU. Sie erscheint am Mittwoch, 26. Oktober 2011.
Foto: Getty





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