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Harald Krassnitzer: Macho oder Charmeur - er muss sich entscheiden!

Als „Tatort“-Chefinspektor Moritz Eisner macht Harald Krassnitzer (50) den Mördern in Wien das Leben schwer. Obwohl er ein waschechter Salzburger (Tirol) ist, lebt er seit einigen Jahren zusammen mit seiner Ehefrau Ann-Kathrin Kramer (45) sowie Stiefsohn Leo (14) in Wuppertal. Als Schauspieler ist er vielbeschäftigt. Um sich von seinem Job zu erholen, braucht er deshalb seine Ruheinseln: „Im Privatleben mache ich die Tür zu und streife das ab, was ich versucht habe, für einen Film zu spielen – dann bin ich einfach ein anderer Mensch.“ Und das funktioniere bisher sehr gut. Doch ein Künstler ist immer hin- und her gerissen: zwischen Fiktion und Realität, zwischen Heimat und Reisen, zwischen Familie und Job. Harald Krassnitzer muss sich immer für eine Sache entscheiden. So auch im folgenden Interview. Für den charmanten Österreicher mit dem herzlichen Lachen war das natürlich kein Problem!

 

Ihre neue Heimat Wuppertal oder Tirol, wo Sie geboren wurden?
„Wuppertal ist mittlerweile mein Zuhause und die Stadt ist für mich ein starker Bezugspunkt. Tirol habe ich weiterhin ganz stark in meinem Herzen, aber mein Lebensmittelpunkt ist Wuppertal.“

 

Sind Sie Macho oder eher Charmeur?
„Definitiv Charmeur! Denn ein Macho ist irgendwie so vordergründig, doof und pubertär. Ein Charmeur nimmt Rücksicht, geht mehr auf andere Menschen ein  und muss nicht immer einen auf dicke Hose machen.“

 

Wer ist Ihnen lieber: Ihre „Tatort“-Figur Moritz Eisner oder Harald Krassnitzer?
„Harald ist mir lieber, obwohl mir der Moritz sehr am Herzen liegt. Aber Harald dominiert Gott sei Dank, sonst wäre ich unter die Kategorie „Schizophren“ einzuteilen und das wäre mir unangenehm. Es gibt keine Ähnlichkeiten, denn Moritz ist eine Spielwiese für mich. Den lasse ich viele Dinge machen, die ich sonst nie machen würde.“

 

Was trinken Sie lieber: Wein oder Bier?
„Da richte ich mich nach den Mahlzeiten. Aber überwiegend Wein. Im Sommer trinke ich lieber Weißwein und im Winter lieber Rotwein. Im Sommer ist der Rotwein zu warm und damit zu schwer und der Weißwein ist im Winter zu kalt und damit zu farblos.“

 

Mogeln Sie manchmal oder sagen Sie immer die Wahrheit?
„Wenn man die Wahrheit immer leben könnte, wäre das schön. Nur leider funktioniert das nicht. Man muss manchmal auch den Grenzgang in der Mitte, den Weg des Kompromisses gehen.“

 

Sie sind jetzt 50 Jahre alt, wären Sie gerne noch einmal 30?
„30 Jahre habe ich lange gelebt, 50 ist relativ neu. Jetzt freue ich mich auf eine lange Zeit in den Fünfzigern und bin schon gespannt auf die 60! Es wäre ziemlich widersinnig, Angst vor dem Alter zu haben, denn es ist natürlich vorgegeben.“

 

Weshalb sich das Leben von Harald Krassnitzer drastisch geändert hat und wieso er jetzt sogar auf den Rat eines „Tatort“-Arztes hört, gibt es in der neuen ECHO DER FRAU zu lesen. Sie erscheint am Mittwoch, 25. Mai 2011.

 

Foto: imago


 
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