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Bernhard Hoecker unter der Dusche!

Er sitzt am Frühstückstisch. Er isst gekochtes Ei mit Senf. Er sagt: „Das klingt nur schlimm, ist aber total lecker!“ Ich glaube es ihm einfach mal, denn Komiker Bernhard Hoecker (41) ist nicht nur witzig, sondern (meistens) auch noch extrem schlau. Diese Wissbegierde ist schon in seiner Kindheit vorhanden gewesen. Einfach nur spielen oder Dinge hinnehmen, weil es sie einfach gab, konnte der gebürtige Neustädter noch nie: „Neugierig war ich schon immer! Ich fand alles reizvoll, die Welt ist einfach extrem spannend.“ Lachend erinnert sich Bernhard Hoecker an einen ganz bestimmten Moment in seiner Kindheit: „Eines Tages wollte ich wohl zu oft wissen, was das für große Stäbe auf dem Feld sind. Irgendwann sagte mein Vater, das seien Zahnstocher für Riesen. In dem Moment habe ich dann gemerkt, dass ich wohl zu viel gefragt habe und war dann erst mal ruhig. Jetzt weiß ich, dass es Funkmasten waren.“


Diese Neugierde hat sich der deutsche Fernsehpreisträger bewahrt. Sein Wissensdurst ist ungestillt. Viele der Fans der TV-Show „Genial daneben“ fragen sich, woher er das alles weiß. „Ich habe das „Handbuch des unnützen Wissens“ gelesen – das fand ich unglaublich spannend“, verrät er. Seither kann „Höckerchen“, wie ihn seine Kollegin Hella von Sinnen (52) liebevoll nennt, mit Antworten punkten, die sonst keiner geben kann. Deshalb halten ihn viele für besserwisserisch. Er gibt offen zu: „Ich neige leider dazu, andere zu korrigieren, wenn ich etwas für falsch halte.“ Aber ein Pedant sei er deshalb noch lange nicht. „Ich korrigiere leider gerne, auch wenn es nicht immer der Sache dient.“

Das merkwürdige Ei-Frühstück ist allerdings nicht seine einzige Marotte. Freimütig teilt er mit: „Ich habe ein festes Ritual unter der Dusche: Ich putze mir zuerst die Zähne und dann benutze ich Seife!“ Soso, erst Zähne putzen, dann die Seife… Bevor ich weiterfragen kann, erklärt mir der Geocaching-Fan, was er mit der merkwürdigen Antwort genau meint: „Zähneputzen unter der Dusche ist viel wärmer und gemütlicher, als vor einem Waschbecken zu stehen.“ Leider hat die längste und gemütlichste Dusch-Arie aber auch einmal ein Ende. „Irgendwann ist der Wasserboiler im Keller leer und das Duschen endet irgendwann automatisch.“ Und dann wird es richtig ungemütlich: Shampoo im Haar, Duschbad am Körper, Zahnpasta im Mund… „Besonders ärgerlich ist es, wenn man dann nur noch kaltes Wasser bekommt.“ Wohl zu lange Zähne geputzt, Herr Hoecker?

Doch der Bonner kann nicht nur Sprüche klopfen, er hat auch sein zweites Buch geschrieben. In „Meilenweit für kein Kamel“ berichtet er über seine ungewöhnliche Reise in den Orient. Das Buch fängt richtig actiongeladen, ganz nach dem Vorbild vieler Hollywood-Thriller, an. Doch schnell stellt sich heraus, Hoecker träumt. Die Reise war doch nicht so gefährlich wie er es sich erhofft hatte. „Ich liebe Krimis und spannend Filme“, ruft er entzückt. Deshalb sollte sein Buch ähnlich anfangen. Dann beichtet er überraschend, wen er als Schauspieler (oder Komiker?) gerne einmal darstellen würde: „Natürlich hätte ich Lust dazu, einmal so etwas wie James Bond zu spielen!“ Ein spannender Anblick: Bernhard Hoecker als 007 – James Bond. Statt mit der Waffe erledigt er seine Feinde mit Worten…

 

Was in der Welt der Promis in der vergangenen Woche noch so alles los war, steht in der neuen ECHO DER FRAU. Sie erscheint am Mittwoch, 10. August 2011.

Foto: Reuters

 
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