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Alexander Huber: „Ich bin ein Bergmensch!“

Sie kennen keine Höhenangst, sie sind Naturburschen und sie lieben das Fremde. Die „Huberbuam“ erklettern die Globus. Sie haben die Klitschko-Brüder in einem Werbespot abgelöst und erzählen begeistert von ihrer Welt. Der Welt der Berge. Höher, weiter und schneller – das ist genau das, was sie wollen. Je höher der Berg, desto besser. Je weiter weg das Ziel, desto spannender. Schneller auf dem Gipfel sein, als alle anderen zuvor – perfekt!


Alexander Huber ist Bergsteiger mit Leib und Seele, genauso wie sein älterer Bruder Thomas. Beide sind dem Speed-Klettern verfallen und opfern dafür jede freie Minute. Doch was macht dieses Bruderpaar so besonders? Alexander Huber verrät: „Wir teilen die gleiche Leidenschaft und wir wissen, dass wir die bestmöglichen Partner füreinander sind.“ Wie bei allen Geschwistern ist zwischen ihnen nicht immer alles einträchtig. „Wir sind vom Charakter her nicht gleich, wir sind Individuen und zusammen formen wir ein gutes Team“, plaudert Alexander aus dem Nähkästchen. 


Gerade weil die beiden durch ihre gemeinsame Leidenschaft so eng miteinander verbunden sind, vertrauen sie ihr eigenes Leben dem Bruder an. „Es gibt Situationen, da hat man um den anderen Angst“, nickt Alexander. Gerade, wenn es am Berg kritisch sei, ein Unwetter aufziehe oder nicht alles nach Plan laufe. Dennoch, darf die Angst nicht überwiegen, sonst sind Fehler vorprogrammiert. Und die können gerade beim Klettern tödliche Folgen haben. Der Traunsteiner erklärt mit leuchtenden Augen, was ihn und Thomas verbindet: „Mein Bruder und ich, wir kennen uns in- und auswendig. Wir haben die Fähigkeit, die Schwächen des anderen anzuerkennen, sich diese einzugestehen und die Stärken zu kombinieren.“

Doch nur auf den Bruder verlassen, das möchte der Familienvater auch nicht. Lachend gesteht der: „Ich bin nicht abergläubisch, aber ich habe meine Rituale. Ich klettere gerne mit dem gleichen Schuh, der einem schon einmal Erfolg gebracht hat. Deshalb hoffe ich, dass ein gutes Karma mit dem Schuh mitschwingt! Auch wenn ich weiß, dass ein Schuh kein Karma hat!“ Der diplomierte Physiker versucht in seinen Vorträgen, die Begeisterung für die Welt der Berge zu vermitteln: „Als Mensch fühlt man sich an einer so großen Wand sehr klein und sicher auch oft ein wenig verloren. Vor allem dann, wenn es ein wenig schwierig wird. Aber das erhabene Gefühl, ganz oben auf dem Berg zu stehen, ist das Reizvolle am Bergsteigen!“
Und nur, wer ihn in seiner Begeisterung erlebt, seine glänzenden Augen sieht, wenn er vom Speed-Klettern am El Capitan im Yosemite Nationalpark in Amerika mit den Worten „das war eine geile Wand!“ schwärmen hört, der begreift auch, dass er es ernst meint, wenn er sagt: „Ich bin ein Bergmensch!“

Was Alexander Huber am meisten vermisst, wenn er wochenlang unterwegs ist, gibt es in der nächsten ECHO DER FRAU zu lesen. Sie erscheint am Mittwoch, 20. April 2011!

Foto: imago 

 
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