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Schäden durch Hochdruckreiniger vermeiden

Natürlich möchte man im Frühling auch Wege und Mauern im Garten sauber haben. Die Spuren des feuchten Wetters über die Herbst- und Wintermonate sind unübersehbar. Laubverfärbungen, Algen und der alltäglich Schmutz haben nicht selten unsere Terrassen, Einfahrten und Mauern unansehnlich werden lassen. Auf solchen Belägen möchte man wohl kaum die ersten warmen Frühlingstage im Garten verbringen.

 

Was früher mit Wasserschlauch und Schrubber oder hartem Besen mit viel Mühe erledigt wurde, wird durch Hochdruckreiniger heute zu einer bequemeren Angelegenheit. Scheinbar mühelos strahlt das Wasser den Schmutz porenrein davon.

 

Aber Vorsicht ist geboten. Die Geräte sind heute so stark geworden, dass 150 Bar und spezielle Fräsdüsen keine Seltenheit mehr sind. Was so kräftig wirkt, ist auch von enormer Zerstörungskraft. Nicht alle Materialien sind dieser Wasserkraft gewachsen. Herausgestrahlte Kiesel bei Waschbetonplatten oder auch abgesprengte Mauerfugen kommen häufig vor.

 

Auch moderne Plattenbeläge mit Spezialoberfläche und auch jede Natursteinart reagieren unterschiedlich auf den enormen Wasserstrahl. Selbst wenn auf den ersten Blick keine Schäden sichtbar werden, so kann es doch sein, dass die Belagsoberfläche immer rauer wird. Dies kann man leicht daran erkennen, dass die Veralgung oder Verschmutzung immer schneller einsetzt. Die aufgeraute Oberfläche hat aber noch einen weiteren Nachteil. Die Witterungsbeständigkeit der Steine nimmt ab. Umso mehr Feuchtigkeit in die Oberfläche der Steine eindringen kann, desto leichter entstehen Frostschäden. Beim Gefrieren dehnt sich das Wasser in der oberen Steinschicht um ca. 10 % aus und sorgt dort für kleinste Sprengungen des Materials. Hierdurch kann sich wieder mehr Wasser/Feuchtigkeit sammeln, wodurch der Verwitterungsprozess wiederum beschleunigt wird.

 

Häufig entstehen aber auch Schäden dadurch, dass die Fugen zu kräftig ausgestrahlt werden. Viele Platten- und Pflasterbeläge sind in Sand oder anderen losen Materialien mit feinsten Teilchen (Nullanteil) gebettet. Werden nun die Fugen zu tief ausgespült, so rieselt das Bettungsmaterial, das sich unter den Platten bzw. dem Pflaster befindet, in die Fugen. Hierdurch fehlt dieser Sand o. ä. unter den Steinen und es entstehen mit der Zeit immer größere Hohlräume, bis die Platten anfangen zu kippeln oder ganz absacken. Man sollte daher darauf achten, die Fugen nicht zu stark auszuspülen, selbst wenn die Wildkräuter oder das Moos nur so wegfliegen und die Fugen auf jeden Fall wieder mit entsprechendem Material zu verschließen. Wenn z. B. Ihr Pflaster in Sand verlegt ist und die Fugen mit Sand verschlossen wurden, so schlämmen sie sofort nach der Reinigung wieder Sand ein.

 

Hochdruckreinigen ist vielfach möglich, aber immer mit Vorsicht und im Zweifel vorher einen Baustoffhändler oder Landschaftsgärtner fragen.

 
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