Jedes Frühjahr stellt sich dieselbe Frage. Wann ist der richtige Zeitpunkt, die Rosen zu schneiden?
In normalen Jahren ist dies eine Frage, die im März auftaucht. Dann wird die Großwetterlage beäugt und daraufhin entschieden, ob noch starke und lang anhaltende Fröste zu erwarten sind. In diesem Jahr sind jedoch je nach Wuchsort schon die ersten Rosenaustriebe in der ersten Februarhälfte zu sehen. Soll man nun schneiden oder nicht?
Es ist stets eine spannende Zeit. Schneidet man zu früh zurück und es gibt noch einmal eine starke Kältewelle, dann kann es passieren, dass die Rosen bis zur Veredelungsstelle zurück frieren und nur noch die Unterlage (Wildrose) übrig bleibt. Verpasse ich jedoch den richtigen Zeitpunkt, so muss ich später die frischen Triebe abschneiden, auf die ich mich den ganzen Winter lang schon gefreut habe. Jedes Jahr ein neues Spiel mit ungewissem Ausgang.
Da die Rosen witterungsbedingt in diesem Frühjahr sehr früh dran sind, wird man leicht verführt, den Rückschnitt schon jetzt auszuführen. Starke Fröste können jedoch gerade im Februar und selbst noch im März vorkommen. Also ist doch Vorsicht geboten.
Ich bin also lieber etwas vorsichtiger. Die Kletter- und höheren Strauchrosen werde ich, falls die Wettervorhersage keinen radikalen Umschwung ankündigt, in der nächsten Zeit schneiden und mit den Beetrosen doch lieber noch ein wenig warten.





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