Entsetzt lese ich den Prospekt, der mir ins Haus geflattert kam und dem gleich eine Kunstrasenprobe beilag. Kunstrasen nun auch für den Hausgarten. Dass dieser grüne Rasenteppich im Sportplatzbau einen festen Platz gefunden hat, konnte ich ja soeben noch akzeptieren, da ja auch die Beläge anderer Sportarten nicht nach ökologischen Gesichtspunkten ausgesucht werden, sondern eher nach Zweckmäßigkeit für Unterhaltung und Sport. Aber nun auch im Hausgarten?
Punkt für Punkt werden in diesem Prospekt die Vorteile dieses Industrieproduktes aufgezählt. Keine Wildkräuter mehr, kein Moos mehr, keine braunen Rasenstellen, schattenverträglich und selbst ökologisch soll so ein Ding sein, weil es voll recyclebar ist. Natürlich ist ein fantastisches Bild mit einem Traumhaus und einem Kunstrasen dabei, das die Herzen mancher Rasenfreunde höher schlagen lässt.
„Neee, liebe Freunde“, denke ich, „nicht mit mir“! Auch die Gartenliebhaber, die ich kenne, lieben Pflanzen und dazu gehören auch Rasenpflanzen! Was hat so ein Kunstrasen noch mit Garten zu tun?
„Nichts“, meine ich, „einfach gar nichts“! Also bitte - keinen Kunstrasen!





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