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Präsentation der Unternehmensberatung Schickler

Während der gemeinsamen Betriebsversammlung von WAZ-Gruppengeschäftsführung und den Betriebsräten von „Westdeutscher Allgemeiner Zeitung“ (WAZ), „Neuen Ruhr / Neuen Rhein Zeitung“ (NRZ), „Westfälischer Rundschau“ (WR) und „Westfalenpost“ (WP) hat die Unternehmensberatung Schickler am Freitag, 5. Dezember, ihr Konzept zur Restrukturierung dieser Titel vorgestellt. Auf vielfachen Wunsch und vielfache Nachfrage hat die Gruppengeschäftsführung das Konzept zur Einsicht freigegeben. Die Betriebsräte können es bis Ende Januar 2009 prüfen und alternative Ideen entwickeln.

 

„Es ist unser ausdrücklicher Wunsch, die ,Westfälische Rundschau’ nicht aufzugeben“, betonte WAZ-Geschäftsführer Bodo Hombach während der Versammlung in der Essener Lichtburg. Mit der Besetzung von Malte Hinz als neuem WR-Chefredakteur habe die Geschäftsführung ein Zeichen gesetzt und jemanden an Bord geholt, der sich der ökonomischen Notwendigkeit und sozialen Verantwortung stellen kann. Ziel der Maßnahmen sei es, zumindest eine „schwarze Null“ in Nordrhein-Westfalen zu erreichen. Der Abbau von Personal sei dabei unumgänglich. „Wir wollen den Personalabbau aber so sozialverträglich wie möglich umsetzen, unter anderem über Altersteilzeit und Frühverrentung“, so Bodo Hombach in der Essener Lichtburg.

 

Zur Umsetzung des Redaktionskonzeptes würden keine tariffreien Gesellschaften gegründet. Die Redakteure könnten ihre alten, erworbenen Rechte mitnehmen. Für die Lokalredaktionen gebe es maßgeschneiderte Konzepte. Bodo Hombach: „Die Aufgabe eines Standortes wäre ein Versagen aller, ein Rückzug verlegerisch falsch.“

 

Das neue WAZ-Modell baut auf drei Prinzipien: Synergien heben, Kooperationen ausbauen und cross-mediales Arbeiten. „Parolen wie die ,WAZ-Axt’ sind geschäftsschädigend. Mit diesem Slogan entwickelt sich eine negative Marke. Ein Opel-Betriebsrat beispielsweise würde das eigene Produkt niemals schädigen“, sagte Bodo Hombach. „Wir brauchen mehr Korps-Geist und Wir-Gefühl.“

 

WAZ-Geschäftsführer Christian Nienhaus erklärte während der Betriebsversammlung: „Wir sparen in Nordrhein-Westfalen 30 Millionen Euro bei den Redaktionskosten. In anderen Bereichen sparen wir zwar auch, was aber nichts mit den Redaktionskosten zu tun hat. Das ist die Vorgabe der Gruppengeschäftsführung.“ Es sei noch keine Aufgabe eines Standortes beschlossen, die Schließung einer Redaktion bedeute auch keinen Automatismus für deren Mitarbeiter. Bei zwei eigenen Redaktionen an einem Standort werde eine Zusammenarbeit geprüft. „Darüber diskutieren wir mit den Betriebsräten“, so Christian Nienhaus.

 

Die Gruppengeschäftsführung verstecke sich nicht hinter Benchmarks und Unternehmensberatern. „Wir beabsichtigen nicht, die Geschäftsführung an die Betriebsräte abzugeben“, sagte Christian Nienhaus. „Wir wollen erst verhandeln und dann entscheiden. Aber wir treffen die Entscheidungen, und das in sozialer Verantwortung.“

 

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