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Oscar-Verleihung: Marion, die Meerjungfrau

 

Die Oscars wurden heute Nacht verliehen - und wie immer gab es auf dem Roten Teppich jede Menge Glanz und Glamour zu sehen.

Ein echter Hingucker (sogar wortwörtlich - wenn man die Frau auf der linken Seite sieht) war das Kleid von Marion Cotillard. Denn nicht immer ist es das glamouröseste Kleid, das bei den Oscar-Verleihungen die meisten Blicke auf sich zieht. Sängerin Björk hat es vor sieben Jahren mal vorgemacht und lief als als toter Schwan verkleidet über den Roten Teppich des Kodak-Theatre.

In diesem Jahr dürfte eben Marion Cotillard neben dem Oscar für die beste Hauptrolle auch den Preis für das ungewöhnlichste Outfit davontragen: Zur Preisverleihung erschien die 32-jährige Französin als weiße Meerjungfrau. Doch während Björks Feder-Unding eher als Statment der modischen Geschmacksverirrung in die Geschichte einging, machte Cotillard in der Kreation von Paul Gaultier mit Silberschuppen und fischschwanzartiger Schleppe eine wirklich gute Figur.

Zu den weiteren Blickfängen bei der 80. Oscar-Verleihung zählten in diesem Jahr prominente Babybäuche. Vorbei die Zeit, als sich schwangere Stars verschämt zurückzogen - und das ist auch gut so!

Zwar ging Cate Blanchett trotz zweifacher Nominierung als beste Darstellerin und beste Nebendarstellerin bei der Preisverleihung leer aus, doch zog die hochschwangere Australierin mit ihrem in ein prächtiges, nachtblaues Kleid gehüllten Bauch alle Blicke auf sich. Das schulterfreie Empire-Kleid mit dem aufwendig bestickten Saum war ein derartiger Hingucker, dass sich Designer Dries Van Noten möglicherweise bald einen Namen für Umstandsmode machen wird. Fraglich ist lediglich, wie Cate trotz des sehr runden und somit bestimmt sehr schweren Bauchs mit so wahnsinnig hohen Hacken herumlaufen konnte... Aber ihre Körperhaltung spricht dabei ja auch Bände...

Eher unauffällig, aber mit ihrer gewohnten Eleganz präsentierte Nicole Kidman ihre noch recht zarte Baby-Kugel: Für Blickfang sorgte weniger das schlichte, aber perfekt geschnittene schwarze Seidenkleid - als vielmehr die lange Diamantkette, die mehr Karat aufwies als die anderen Geschmeide im Saal.

Einen glamourösen Auftritt als Schwangere legte auch Jessica Alba als Oscar-Präsentatorin hin: Über ihrem Baby-Bauch trug sie einen auberginefarbenen Traum aus Seiden-Chiffon mit Schleppe und Federn am Dekolleté. Das schulterfreie Kleid von Marquesa - natürlich im Empire-Stil -, zu dem sie Goldschmuck und hochgesteckte Haare trug, verlieh der US-Schauspielerin den typischen Glanz der werdenden Mutter.

Dagegen hat Heidi Klum ihre Traumfigur nach drei - ebenfalls öffentlich zelebrierten - Schwangerschaften längst wiedererlangt und zeigte dies auch stolz. Ihr knallrotes Kleid mit Schleppe und extravagantem Kragen, mit dem sie sich an der Seite ihres Ehemanns Seal zeigte, ließ das deutsche Topmodel eher als Reinkarnation von Grace Kelly erscheinen denn als Moderatorin einer Casting-Show. Den - fast schon dezenten - Schmuck zu dem fürstlichen Outfit hatte Klum selbst entworfen. Dass sie die Haare hochgesteckt und mit einem Haarteil verstärkt trug, bestätigt übrigens den Riecher der Essener Visagistin Ute Märker - die am vergangenen Dienstag bei meinem Roter-Teppich-Selbstversuch aushalf.

Angesichts der vielen Empire-Variationen war es schon fast wohltuend, wenn das Kleid mal nicht unter der Brust gerafft war. In dem Fall wurde selbst Diablo Cody verziehen, dass sie ihren Preis für das beste Drehbuch für den Film "Juno" in einer Art Nachtgewand in Tigerfell-Muster entgegennahm, das aus dem Fundus zu Kleopatra oder aus Wilma Feuersteins Kleiderschrank entliehen schien. Frisur, Tätowierung und die türkisfarbenen Glasperlenarmbänder zeigten ebenso wie ihre überbändige Freude, dass sie sich durchaus im Hier und Heute befindet.

Was die Promis noch nach der Verleihung so trieben steht im Promiblog "reich und schön"

 
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