Bei unsern Umzuch an Wochenende is' Murphys Gesetz voll in Kraft getreten, ich sach Ihn, datt passt auf keine Kuhhaut, passt datt nich! Dadrum gibbet jezz auch in drei Teile. Hier kommt schomma den ersten.
Also. Ersma sind wir mitten Einpacken ganz schön in Verdrückung gekomm (der Mann musste ja jeden Technikkram liebevoll hätscheln und tätscheln und ihn seine diverse Spielkonsolen gut zureden, bevor datt er die in die gruselige, dunkle Katonks gepackt hat), die Umzuchskatonks wurden nämlich vier Tage später wie versprochen gebracht. Also waren wir noch bis weit inne Nacht am Freitach zugange gewesen, eintlich war datt schon Samstach gewesen vonne Uhrzeit her, aber Sie wissen, watt ich meine, ne. Dann haben wir uns zwei Stunden schlaflos auffe Matratze rumgewälzt und sind um fünf Uhr ausse Federn, für um auch diese inne Kiste zu packen.
Dazu muss man wissen, morgens is' echt nich so meine Zeit. Ich muss ers langsam inne Gänge komm und ich kann datt ganich ham, wenn ich dann gehetzt werde. Ich war dadrum mental etwas neben die Kappe gewesen, watt sich aber als komplett unnötich erweisen sollte. Die Umzuchsleute sollten eintlich um sieben auffe Matte stehn, aber die kamen und kamen nich und am Telefon ging keiner ran bei den. Wie wir schon am überlegen waren, wo wir ein Laster mieten könn, schellte datt gegen halb zehn anne Haustür. Leider standen da nich fünf Leute vor, wie vereinbart gewesen war, sondern nur zweieinhalb.
Der Meister hatte nämlich in ihn seine unendliche Weisheit und Raffgier beschlossen, an den Tach noch kurzfristich ein zweiten Auftrach anzunehm und dafür brauchte der die andere Hälfte von unsern Team. Man kann sich vorstellen, datt die datt vom Scheffe nich so die prickelnde Entscheidung fanden. Wir übrigens aunich. Der eine (in Folgenden Sitting Bull genannt, weil der hatte sonn Tattoo am Arm von dem und datt passte auch sonst) hatte ausse Not heraus ihn sein sechzehnjährigen Bruder zwangsverpflichtet, watt wiederum die Mutti von den nich so gut fand und dadrum dauernd abwechselnd auffe Handys von beide am anrufen war, ob der Kleine auch nix Schweres am schleppen is'. Der zweite (in Folgenden Mr. Schippendale genannt, aus Gründe, die ich hier wegen den Mann ihn seine grundlosen Eifersuchtsanfälle nich weiter ausführen kann) fing an zu fluchen wie 'n Droschkenkutscher, wie der unser ganzes Geraffel ansichtich wurde.
Erschwerend kam dazu, datt der LKW vonne Firma beie andre Hälfte vom Team war und die jezz mit ein Leihwagen unterwegs waren, der sich 'n bissken schwerer händeln ließ, als wie den, wo sie gewöhnt waren. Also sindse ersma schön mitte linke Seite anne Garage von Pöppelmanns gedengelt. Dazu muss man wissen, die kleine Strasse vor unsre Siedlung is' nur für Fußgängeranwohner und den Blockwart Hausmeister macht nur in Ausnahmefälle die Pöppel wech, wenn ein Krankenwagen kommt zum Beispiel oder ebent bei ein Umzuch.
Jezz musste ersma den Scheff angerufen werden, für um ausführlich Bericht zu erstatten wegen den Umfall. Nach knapp eine Stunde konnte aber sofort angefangen werden mit einladen und wir waren nur dreieinhalb Stunden hinter unsern Zeitplan zurück. Datt wurde aber durch die Tatsache ausgeglichen, datt den geliehenen LKW kleiner war, als wie den ursprünglich gedachten und man also zwei Fuhren machen musste.
Erkenntnis vom ersten Tach: wir ham einfach viel zu viel Zeuchs.



