So, ich habe mir mal ein kleinen Heidenspaß gemacht aus Anlass vom hoch und heiligen Besuch:
In Tegel ist es rappelvoll,
der Papst, er muss noch durch den Zoll.
Draußen toben schon die Massen,
trinken Sekt ganz ausgelassen.
Schnaps auf Bier, dann Messewein:
so schön kann Religion heut' sein!
Saufen, bis das alles reihert,
so wird ein Papstbesuch gefeiert!
Den Papst erkennt man im dem Rummel
an dem blendend weißen Fummel,
die Bibel ist ein dicker Schinken,
drum mag der Papst damit nicht winken.
Lieber tut er Cognac schwenken,
muss ans Zölibat er denken
und die Pilger tuen singen,
solang' die Kellner Nachschub bringen.
Nach vier, fünf Gläsern Messewein
verrutscht dem Papst der Heil'genschein,
doch er trinkt alle untern Tisch -
dort göbeln sie gar jämmerlich.
Der Wein darf ruhig vom Aldi sein,
dafür grölt man auf Latein.
In diesen Zeiten muss man sparen
- darauf noch 'nen kleinen Klaren!
Uns' Benedikt, der heil'ge Vater,
hatte vom Wein noch nie 'nen Kater,
nur nach Genuss von acht, neun Bieren
sieht man ihn auf allen Vieren
in die Sakristei rein robben
und die Ministranten mobben.
Schließlich findet er ein wenig Trost
in gegor'nem Traubenmost.
Morgen geht es dann nach Erfurt,
da geht das Saufen in den Endspurt.
(Die Bibel sieht man mit Befremden,
will sie als Wurfgeschoss verwenden.)
In Münster reicht man Weinbrandbohnen,
will sich für den Stress belohnen.
Nur in Freiburg säuft man pur
nach der frommen Schäfchen Schur.





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