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Von Bundesjugendspielen und Step-Arobic: Traumatisches aus dem Sportunterricht

Habe grade bei Ingeborch und beim ausserirdischen gelesen, welch furchtbare Erinnerungen die beiden an ihre Sportlehrer haben.
 
Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr blöde Geschichten fallen mir aus meiner Sportunterrichtszeit ein. Mein gestörtes Verhältnis zu Leibesübungen fing schon früh an:
 
Grundschulzeit:
 
Das kleine, dickliche Goldmaedchen wurde in eine sehr katholische und konservative Grundschule geschickt. Das Wort Pädagogik war bis dort noch nicht vorgedrungen, deshalb hatten wir Sportunterricht mit Herrn L.
 
Ich bin im Leben noch nicht in einer Bundeswehrkaserne gewesen, aber es muss es ähnlich zugehen. Der Ton war militärisch bis zackig, gern auch mit Abkürzungen wie PP (Pinkelpause). Ich hatte das Glück nicht in Herr L.s Klasse zu sein, denn manchmal hat man ihn quer durch das Schulgebäude brüllen hören. 
 
Selbstverständlich wurde hart für die Bundesjugendspiele trainiert, bei denen ich immer nur eine Teilnehmerurkunde (für alle Unwissenden, das ist die Looserurkunde) abgeräumt habe.
 
5-10 Klasse:
 
Als ich in die 5. Klasse gekommen bin, hatte ich kein Seepferdchen. Also musste ich mit den anderen Bewegungsidoten in die Seepferdchen-AG und das dort nachholen. 30 Kinder in einem Becken mit 1,50 m tiefem Wasser. Ich muss dazu sagen, dass ich zu diesem Zeitpunkt schon größer als 1.60m war. Also nix mit realistischem Training. Spaß hat das ganze solange gemacht, bis wir in ein richtiges Schwimmbad umgezogen sind und ich kopfüber ins Wasser springen musste. Das werde ich nie wieder, wirklich nie wieder machen!
 
Der restliche Sportunterricht war unspektakulär. Fußball, Fußball, Basketball, Fußball, ein bisschen Leichtathletik.
 
11-13. Klasse:
 
Ab der 11. ging’s ans eingemachte, denn an da hatten wir mit Herr E. und Frau Sch. Unterricht. Er ging häufig auf die Sonnenbank, trug viel zu enge kurze Sporthöschen  und hatte eine große Leidenschaft für Step-Arobic. Oh war das ein Spaß als wir 3 Monate lang zu blöder Housemusik auf einer kleinen Kiste rumhoppsen dürften. Ich habe mich wirklich angestrengt und trotzdem eine 4 bekommen.
 
Frau Sch. war auch sehr braun gebrannt, trug aber viel zu weite Hosen. Dank Frau Sch. habe ich meine Kollektion an Sport-BHs, die die Brüste so festzurren, dass sich nix bewegt erweitert. Wir haben nämlich Seilspringen, tschuldigung Ropeskipping gemacht. Jetzt konnte ich zu blöder Housemusik auf einem Seil rumtrampeln. Nicht das es damit getan wäre, nein wir hatten sogar die tolle Aufgabe uns eine eigene Choreografie auszudenken, einzuüben und vor allen Kursen meines Jahrgangs aufzuführen. Das waren schlimme, ganz schlimme 5 Minuten.

 
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