Zugegeben ich bin nicht Brecht, aber meine Abwandlung des Zitats gefällt mir.
Ich habe grade eben etwas bei Kerstins "50 Kilo to go"- Blog gelesen. Sie schreibt über die Enttäuschung vieler Diät-Mädels.
Aus Leidensgenossensgründen lese ich in ein, zwei Abnehmforen mit und ein Thema taucht dort mit einer Regelmäßigkeit auf, dass man schon fast die Uhr danach stellen könnte: "Jetzt habe ich schon soooo viel abgenommen und keiner saaaaaagt was!"
Darüber musste ich 1. schmunzeln und 2. nachdenken. Eigentlich freue ich mich jedes Mal, wenn jemandem auffällt, wie viel ich schon abgenommen habe. Ok, ich bin auch schon zufrieden, wenn überhaupt auffällt, dass ich weniger werde.
Erst vor wenigen Tagen hat sich folgendes Gespräch auf der Damentoilette ereignet:
Chefin: Sag mal, wie lange geht denn das noch so weiter?
Ich: Was denn?
Chefin. Die Sache mit dem abnehmen?
Ich: Na solange bis ich 75 Kilo erreicht habe.
Ich fand es schon toll, dass ihr mein Gewichtsverlust aufgefallen ist. Andererseits bin ich meinen restlichen Kollegen auch nicht böse, dass sie nicht jeden Tag ein Loblied auf meine unbändige Willensstärke singen.
Das würde uns ja auch zu sehr von der Arbeit ablenken und bei einigen meiner Kollegen bin ich mir nicht sicher, ob ihre Stimmen nicht Ohrenbluten verursachen.
Was ich damit sagen will ist folgendes: Es ist mir schon wichtig wahrgenommen zu werden, aber so wichtig nun auch wieder nicht.
Hiermit vergebe ich allen Kollegen, Freunden und Familienmitgliedern denen bis jetzt noch nicht aufgefallen ist, dass ich sehr viel abgenommen habe. (Ja Oma, ich meine dich!)





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