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Um eine (bittere) Erfahrung reicher

Na das ist doch was, oder?

 

Ich hoffe, daß ihr gut und heil in 2009 angekommen seid und wünsche euch nur das Allerbeste. Ob es ein "frohes" neues Jahr wird, wird sich zeigen. Die Nachrichten darüber gehen ja auch auseinander, und ich bin mir sicher, daß wir als Volk, über das, was auf uns zukommen wird/könnte nicht wirklich die Wahrheit erfahren.

 

Wie dem auch sei.......

 

Ich bin froh, daß diese trostlosen Feiertage vorbei sind. Weder Weihnachten noch Sylvester waren es in diesem Jahr auch nur annähernd wert, "Feiertage" genannt zu werden.

Feiern sieht irgendwie anders aus.

Es war anstrengend diese Tage hinter sich zu bringen mit dem Versuch, nicht in allzu düstere Gedanken zu verfallen.

 

Zu meinem Entsetzen hatten die Tafeln über die Feiertage geschlossen, so daß das Essen auch nur sehr spärlich ausfiel.

(Weihnachten liegt immerhin schon sehr nah am Ende des Monats - von Sylvester rede ich erst gar nicht)

Zur Feier des Tages gab es dann die doppelte Menge an Nudeln.

Eine Sorge fiel allerdings von vornherein weg: Wohin mit den überflüssigen "Pfunden" nach der Weihnachts-Völlerei???

Ein kurzer Spaziergang reichte da völlig aus.

 

Die "Bescherung" ging dann auch sehr schnell von statten: nur die Kinder durften in diesem Jahr jeder ein "Geschenk" auspacken.

Nicht nur Feiern - auch echte Freude sieht anders aus. Mich als Mutter packte das schlechte Gewissen: erst das miese Essen und anschließend diese miesen Geschenke, die den Namen Geschenke auch nicht annähernd verdient haben.

 

Doch was macht man nicht alles um eine "Farce" aufrecht zu erhalten? Was macht man nicht alles, um wenigstens ein wenig das Gefühl zu bekommen, ein "normales" Leben zu leben?

Als dann auch noch "O Du fröhliche" von der Weihnachts-CD trällerte, war es mir zuviel des "Guten" - ich nahm die CD, öffnete das Fenster und brachte ihr das Fliegen bei.

 

Erst ab diesem Moment fiel der Druck von uns allen ab, so zu tun, als ob alles wie immer wäre.

Mit Hartz IV ist nichts mehr wie immer, nichts ist "normal". Es ist auch ohne diese "Feiertage" ein Kampf um´s Überleben - und nicht nur in finanzieller Hinsicht, sondern auch und ganz besonders in Hinsicht auf das Menschliche.

 

Neulich in einem Forum stellte doch jemand genau DIESE Frage:

 

Warum wird immer gefordert, Hartz IV Bezüge zu erhöhen?
Zu wessen Kosten geht das denn? Genau, auf Kosten der ehrlichen Arbeitnehmer, die wie ich eh schon locker 10.000 € Lohnsteuer zahlen und damit sowieso schon mehr als einen von Euch durchfüttern kann...

Wie wäre es denn mal zu Weihnachten mit nem kleinen Dankeschön an die 25% der Steuerzahler, die 80% der Lohnsteuer zahlen, und Euch damit DSL, Computer und ähnlichen Luxus sichern???

Aber nein, ganz nach Managermanier immer mehr fordern. Aber leider habe ich den Eindruck, die Manager leisten noch etwas dabei...

 

Gerne, zu gerne würde ich sofort in Arbeit kommen und selbst wieder zu den Steuer zahlenden Menschen in diesem Land gehören.

Ich selbst habe viele Jahre Steuern gezahlt - nie im Leben wäre ich auf die Idee gekommen, nach unten zu schauen und ein Danke schön von Menschen zu fordern, die arbeiten wollen, aber keine Arbeit bekommen.

 

Woher stammt diese Mentalität, daß Menschen für die Arbeitspolitik in diesem Land bestraft werden???

Es ist trauriger Fakt, daß es kaum noch Arbeitsplätze gibt, die einem ein Auskommen mit dem Einkommen gewährleistet. Warum sonst müssen so viele Vollzeitbeschäftigte nach Feierabend auch noch zu den ARGE´n oder den Tafeln rennen um zu "überleben"???

 

Ich wünsche euch noch einmal einen angenehmen Start ins neue Jahr.

 
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