Ein Jubiläum wirkt nach. Chef-Blogger Konstantin hatte in einem Beitrag (#111) liebevoll zusammengezählt und den 100. Blog-Beitrag in kleinem Rahmen gefeiert. Inhaltlich behandelte der das Ende von Stratovarius - und das Ende ist offenbar erst der Anfang. Den Nachschlag (ist fast wörtlich zu nehmen) liefern nun die verbliebenen vier Band-Mitglieder auf der Stratovarius-Homepage.
Sie rücken das von Band-Kopf und -Gitarrist Timo Tolkki beschriebene und verkündete Aus der Melody-Metaller in ein anderes Licht. Da ist von finanziellen Problemen die Rede, von missbrauchtem Vertrauen und Profitgier ("greed"). Schmutzige Wäsche in Reinkultur wird da gewaschen, wen es interessiert, der kann hier mit im Schlamm baden.
Tolkki wird zum Beispiel vorgeworfen, er habe wegen eines lukrativen Vorschusses seines neuen Plattenlabels das Ende von Stratovarius verkünden beziehungsweise eine Pause mit der traditionsreichen Band einlegen müssen. Grund: Andernfalls hätte Tolkkis neues Projekt Revolution Renaissance nicht die ungeteilte Aufmerksamkeit der interessierten Öffentlichkeit erlangt. Der Vorvertrag (auch die Höhe des Vorschusses wird genannt) sei hinter dem Rücken von Stratovarius abgeschlossen worden.
Timo Tolkkis Antwort ließ nicht lange auf sich warten, Behauptungen seiner Ex-Kollegen nennt er schlichtweg Lügen ("lie"). Ehrenhalber, gibt es so etwas eigentlich in einer solchen Auseinandersetzung vor Publikum, setzen die Stratovarius-Verbliebenen einen Link zu Tolkkis Reaktion auf ihre Reaktion.
Das Stratovarius-Quartett kündigt an, weiter Musik machen zu wollen. Es wäre nicht der erste Split einer Band im Hardrock-Bereich. Ob das ideale Voraussetzungen für weiteren beruflichen Erfolg sind, ist keine so sichere Kiste.
Oder kennt jemand eine Band, die im Krach in ihre Einzelteile zerfiel und danach gestärkt und mit verschiedenen Formationen zurückkam?
Hart gezofft: Stratovarius - Rest In Clinch
von VolkerWStephan am 14.05.2008, 0 Kommentar, Permalink, Trackback URL





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