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Ein Club ist ein Club ist ein Club (Adrian Belew live)

Setlist

Adrian Belew Power Trio am 2.11.08 in Münster (pic: Volker Stephan)

Selbst für solche Zeitgenossen, die E-Gitarren nur dann mögen, wenn ihnen schwere, rhythmische Beats entlockt werden, wäre Adrian Belews Auftritt im Münsteraner Hot Jazz Club gestern eine runde Sache gewesen. Nicht, dass der Sänger und Gitarrist der Progrock-Legenden King Crimson ausgerechnet mit seinem Solo-Projekt Belew Power Trio unter die Schwermetaller gegangen wäre.

Nein, das nicht. Aber etwas anderes: Selbstredend haut auch Belew auf den Saiten herum, dass es mal so scheppert, röhrt und rockt. Mit dieser satten Geräuschkulisse im Rücken verwandelte Belew den urigen Club am Hafen in eine fetzige Rock-Höhle. Natürlich verzichtete er dabei nicht auf seine jazzig-klassischen, teils experimentellen Elemente, die ja gerade King Crimson als eine der ersten Bands vor über 30 Jahren dem Rock einverleibten. Und wann haben die Musikfreunde schon einmal die Gelegenheit, einem Rockstar fast auf die Füße treten zu können?

Im Abstand von vielleicht 50 Zentimetern drängelte sich die erste Reihe inAdrian Belew Power Trio am 2.11.08 in Münster (pic: Volker Stephan)

 dem verwinkelten Kellerraum um Frau und Herrn Slick (Julie/Eric) sowie Herrn Belew. So fand das – von einer Pause unterbrochene – knapp zweistündige Konzert in einer Atmosphäre statt, die Hallen- oder Stadionevents nicht zu zaubern imstande sind. Ein Club ist ein Club ist ein Club.

Und der Auftritt von Belew und den Slicks war nicht nur deshalb gelungen, weil er dicht, beengt, handgemacht und laut war. Nein, der Prog-Dino packte natürlich auch den Klassiker Three Of A Perfect Pair (Titeltrack des gleichnamigen Albums von King Crimson aus dem Jahr 1983) aus. Und er stellte zusätzlich ein neues Stück der nächsten Solo-CD der etwa 100 Leute zählenden Öffentlichkeit vor, das den stolzen und eindrucksvollen Namen E trägt.

Mag ein Arbeitstitel sein, vielleicht auch nicht. Wie dem auch sei. Wer sich ein eigenes Bild vom Belew Trio machen möchte, sollte heute Abend, also gleich schleunigst, zu den Leverkusener Jazz Tagen pilgern und den nächsten (und letzten) NRW-Auftritt für vermutlich geraume Zeit miterleben.

Wer sich allerdings von diesem Beitrag ein genaueres Bild vom gestern Gebotenen erhoffte, sei auf die Schnelle auch noch bedient. Er/Sie schaue jetzt einfach ganz genau hin:

 
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