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Dream Theater – Black Clouds & Silver Linings

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Rush – Hemispheres und Yes – Close To The Edge. Das sind die Bezugsgrößen für Schlagzeuger und Produzent Mike Portnoy, wenn er das zehnte Studioalbum der Progmetal-Gründerväter Dream Theater einordnet. Hemispheres, Close To The Edge, puh, mögen da die Freunde von kurz-knackigen Nackenbrechern denken, das sind doch eher Platten mit wenigen, dafür ellenlangen Stücken. Tatsächlich packt Dream Theater die neue CD mit lediglich sechs Songs randvoll, unter fünf Minuten kommt sowieso kein Stück davon, das längste und letzte (The Count Of Tuscany) kratzt gar an der 20-Minuten-Marke.

Lange, teils epische Stücke hat die Band diesmal (und nicht zum ersten Mal) geschrieben und beschwört damit zunächst einmal die Erfolge der Vergangenheit, Alben wie Images And Words (1992) und Scenes From A Memory (1999). Der kürzeste Song der aktuellen Scheibe, Wither, ist fast folgerichtig eine Ballade.

Wenn Dream Theater in der jüngeren Vergangenheit komplexe (und vor allem) lange Kompositionen auffuhr, wünschte ich mir manchmal ein schnelleres Ende. Zu oft schienen sich mir die Stücke in sich selbst zu verlieren, ging ein weiterer Songteil auf Kosten der Homogenität. Irgendwann in Minute 19, so etwa bei Octavarium, fehlte mir dann sogar der Glaube daran, dass Dream Theater gute Songs auf den Punkt bringen oder überhaupt noch schreiben können.

Die neue CD Black Clouds & Silver Linings, die heute über Roadrunner Records veröffentlicht wird, versöhnt mich ein wenig. In der Tat sind die kompositorischen Rückgriffe auf die Erfolgsalben I&W und SFAM erkennbar. Regelrechte Zitate werden die geübten DT-Hörer eher noch auf jüngere Alben wie Systematic Chaos (dem ersten Alben bei Roadrunner) oder Six Degrees Of Inner Turbulence beziehen. Allerdings liegt das auch daran, dass Mike Portnoy auf Black Clouds & Silver Linings das Thema Alkoholsucht zu Ende bringt. Seine (überstandene) Alkoholsucht. In dem Stück The Shattered Fortress endet der Zyklus der Selbstfindung, es wimmelt daher vor Zitaten aus fünf Vorgängeralben und -stücken zum Thema.

Mike Portnoy thematisiert in dem Stück The Best Of Times noch einmal sein Leben. Diesmal geht es um die Beziehung zu seinem im Januar gestorbenen Vater. Das Stück ist vom Grundton aus nachvollziehbaren Gründen in Moll gehalten. Mit den Tracks A Rite Of Passage (eingängiger Refrain) und dem Opener A Nightmare To Remember vereint Dream Theater auf gewohnte Weise Metalspuren mit ausgefeilten atmosphärischen Parts.

Insgesamt ist das ein interessantes Album, aber für mich keine Weiterentwicklung der Band, weil sie auf stilistische Experimente weitgehend verzichtet. Es ist aber eines der besseren Alben im Vergleich zu dem, was nach Scenes From A Memory kam. Und Dream Theater sind immerhin eine verlässliche Progmetal-Band: Man weiß, was einen erwartet.

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Unterm Strich

Kann weg
Kann sein, dass ich dafür nicht geschaffen bin
Kann ins Archiv
Kann in der Nähe des Players bleiben
Kann mit in Urlaub
Kann ich nicht genug von kriegen
 

 
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